Erzgebirge Aue: Ex-Trainer Letsch beklagt Mediendruck

Führungspersonen zu leicht beeinflussbar

Thomas Letsch bei Erzgebirge Aue

Thomas Letsch erfuhr die Schnelllebigkeit des Trainerjobs am eigenen Leib. ©Imago images/Picture Point

Kurze Zeit nach dem überraschenden Trainerwechsel beim FC Erzgebirge Aue, dessen genaue Hintergründe immer noch im Dunkeln liegen, meldet sich ein ehemaliger FCE-Coach zu Wort.

Im Interview mit „transfermarkt.de“ sprach Thomas Letsch allgemein über das Leben als vereinsloser Profi-Trainer, aber auch über kurzfristige Entlassungen und mangelnde Geduld in den Klubs.

Seitenhieb auf Leonhardt?

„Auch die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Bei drei Niederlagen in Folge wird gleich alles in Frage gestellt – und da braucht es starke Führungspersonen in Vereinen, die sich nicht von außen beeinflussen lassen, sondern die Gesamtsituation sachlich analysieren.“, so Letsch.

Die Aussage des 51-Jährigen könnte sich durchaus auf seine kurze Amtszeit beim FC Erzgebirge beziehen, wo er nach drei Niederlagen zum Saisonstart gleich wieder freigestellt wurde.

Erst wenige Wochen zuvor hatte Präsident Helge Leonhardt ihn aus dem Nachwuchsbereich von RB Salzburg nach Sachsen gelotst. Sein RB-typischer Pressing-Fußball sollte nie zum Tragen kommen, Nachfolger Hannes Drews orientierte sich wieder mehr am Defensiv-Konzept von Domenico Tedesco.

Für Letsch ging es nach einem guten halben Jahr ohne Beschäftigung zurück nach Österreich, wo er Austria Wien übernahm. Dort wurde er im März entlassen, obwohl er auf Rang drei lag und für die Meisterrunde qualifiziert war.

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