Erzgebirge Aue: Martin Männel mit mahnenden Worten

Standardschwäche als großes Problem

Martin Männel

Will vor der Winterpause noch punkten: Martin Männel. ©imago images / Picture Point

Noch sind 23 Punkte und Platz sieben eine Zwischenbilanz, die man bei Erzgebirge Aue vor der Saison sicherlich unterschrieben hätte. Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge beim VfL Bochum (0:2) und nun am Wochenende bei Hannover 96 (2:3), zeigt die Tendenz aber nach unten.

Kapitän Martin Männel sah nach der Pleite in Hannover gegenüber dem Sachsenradio den Zeitpunkt gekommen, um als Mahner aufzutreten und noch einmal volle Konzentration auf die beiden verbleibenden Partien des Jahres jeweils zu Hause gegen Jahn Regensburg und Greuther Fürth zu richten: „Wenn wir die nächsten beiden Heimspiele nicht gewinnen sollten, könnte es ein sehr unangenehmes Weihnachtsfest werden. Wir müssen alles daran setzen, dass das nicht passiert.“

Dass die beiden letzten Spiele vor der Winterpause im eigenen Stadion stattfinden, macht angesichts von starken 17 Punkten aus den ersten sieben ungeschlagenen Heimspielen Hoffnung auf einen positiven Jahresausklang.

Martin Männel regt Änderungen an

Aber auch im eigenen Stadion gilt es am großen Problem der vergangenen Wochen und Monate zu arbeiten: einer ausgeprägten Schwäche bei Standardsituationen. In Hannover kassierte Aue gleich zwei Gegentreffer nach ruhenden Bällen. In den zurückliegenden acht Partien wurde Männel auf diese Weise acht Mal und damit definitiv viel zu häufig überwunden.

Männel regte nun an, darüber nachzudenken, sich bei gegnerischen Standards anders aufzustellen: „Man muss jetzt echt überlegen, ob es noch die richtige Gangart ist, wie wir es verteidigen. Inzwischen haben wir so viele Tore nach Standards kassiert – da muss man sich nicht wundern, wenn man starr daran festhält und immer wieder auf die Fresse kriegt.“

Das sicher nicht optimale Verhalten bei gegnerischen Standards ist freilich nur ein Teil des Problems. Ein anderes, dass die Auer Mannschaft insgesamt vergleichsweise klein ist. Mit Marko Mihojevic kehrt nach abgesessener Sperre gegen Regensburg aber zumindest ein kopfballstarker Akteur zurück. Kann der früh mit einer Kopfverletzung ausgewechselte Dennis Kempe seine angestammte linke Seite einnehmen, müsste wohl John-Patrick Strauß weichen – und der FCE würde ein paar Zentimeter an Körpergröße hinzugewinnen.

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