FC Schalke 04: So tickt Weltstar Edin Džeko in der Kabine
Der Stürmer ist nicht nur aufgrund seiner Effektivität für die Mannschaft wichtig

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Edin Džeko hat sich beim FC Schalke 04 als Top-Verstärkung erwiesen. In den ersten drei Spielen gelangen ihm drei Tore. Sonntag durfte er beim 2:1 gegen Holstein Kiel den ersten Sieg feiern. Der 39-Jährige bereitete beide Treffer vor. Der 146-malige bosnische Nationalspieler ist nicht nur aufgrund seiner Effektivität wichtig. Er hat sich sofort als Führungsspieler etabliert.
Sportdirektor Youri Mulder erklärte gegenüber LIGA-ZWEI.DE: „Die Hierarchie ist in unserer Mannschaft sehr deutlich. Und mit ihm kam noch ein erfahrener Spieler hinzu, der super in dieses Fundament hineinpasst. Er ist niemand, der hier ankommt und sagt, wie es zu funktionieren hat – gar nicht.“
Und doch übernimmt er Verantwortung, wie sich auch im Spiel gegen Kiel zeigte: „Er geht zu Mitspielern, gibt ihnen Tipps. Und fußballerisch ist er jemand, der auch einfach mal den Ball festmachen kann – sogar eigentlich unmögliche Bälle. Das gibt uns sehr viel Luft und entlastet die ganze Mannschaft total.“
Torwart Loris Karius bestätigt dies: „Es hilft mir total, wenn ich vorne jemanden habe, dem ich den Ball zuspielen kann, weil er die Bälle festmacht. Er hat eine enorme Qualität, zieht die Aufmerksamkeit auf sich und macht es dadurch auch für die anderen Spieler leichter, Räume zu finden.“
Džeko lässt nicht den Weltstar heraushängen. Im Gegenteil: Mulder berichtet grinsend, dass er kürzlich Džeko sah, wie er gründlich seine Fußballschuhe putzte. „Du spürst seine Liebe für den Fußball. Ich denke, das geht auch nichts anders, wenn man so lange dabei ist. Die Mannschaft und vor allem auch die jungen Spieler merken das.“
Karius hat sogar eine gemeinsame Vergangenheit mit Džeko „Er ist ganz bodenständig, ganz entspannt. Damals bei Manchester City haben wir zusammengespielt. Ich war damals 17, 18 Jahre alt, er war Anfang 20. Daher kennen wir uns schon relativ lange. Aber er hat sich Null verändert, ist immer noch der gleiche. Er ist ein super Typ. Auch für die jungen Spieler ist es schön zu sehen, wenn so jemand neben dir spielt und bodenständig geblieben ist. Das ist auch ein Ansporn für die ganzen Jungs.“
