FC St. Pauli: Joel Chima Fujita auf dem Weg zum Erfolgsfaktor?
Japaner sorgt für den ersten Saisonsiegpau
Goldenes Tor gegen Wolfsburg: Joel Chima Fujita. © IMAGO / Claus Bergmann
Der FC St. Pauli hatte an den ersten vier Spieltagen zwar nur ein Mal verloren, aber eben auch nicht gewonnen, weshalb vor dem Samstagabendspiel gegen den VfL Wolfsburg schon ein gewisser Druck vorhanden war. Eine Niederlage im Absteigerduell hätte den Kiezkickern erst einmal einen längeren Aufenthalt in der unteren Tabellenhälfte beschert und auch mit einem Unentschieden wäre kein entscheidender Schritt nach vorne möglich gewesen.
Umso wichtiger war es, dass Joel Chima Fujita in der 88. Minute mit etwas Glück, weil vom Wolfsburger Jonas Adjetey noch abgefälscht, zum letztlich goldenen 1:0 traf und der Mannschaft von Trainer Marcel Rapp drei wichtige Punkte bescherte. Ausgerechnet Fujita, der den Verein nach dem Abstieg eigentlich gerne verlassen hätte, letztlich aber auch mangels eines passenden Angebots weiter auf St. Pauli unter Vertrag steht und nun offenkundig gewillt ist, wieder mit Leistung voranzugehen.
Rapp mit hohen Erwartungen
„Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben, unser erster Sieg“, freute sich der Japaner auf der Vereinshomepage, gab dann aber auch einen Einblick in seine Gefühlswelt: „Es waren harte Wochen auch für mich, jetzt habe ich das Siegtor geschossen. Erst habe ich die WM verpasst, dann sind wir abgestiegen, ich war sehr traurig. Meine Situation war lange unklar, jetzt bin ich aber voll und ganz beim FC St. Pauli und darauf fokussiere ich mich.“
Coach Rapp, der Fujita vor dem Wolfsburg-Spiel zwei Mal hintereinander 90 Minuten auf der Bank ließ, freut sich im Hamburger Abendblatt über den positiven Trend bei seinem Mittelfeldmann und glaubt, dass der 24-Jährige noch zu einem wichtigen Faktor wird: „Wir sind sehr glücklich, dass er da ist und können noch einiges von ihm erwarten.“
Gute Leistungen Fujitas könnten für St. Pauli indes durchaus zweischneidig sein. Denn im Winter steht die nächste Transferperiode an, in der der achtfache Nationalspieler Japans mutmaßlich auch wieder für Avancen anderer Klubs empfänglich sein dürfte.
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