Fortuna Düsseldorf: Suche nach neuem Sportvorstand geht weiter

Nach Absage von Sven Mislintat sind Alternativen vorhanden

Intern hat man sich bei Fortuna Düsseldorf schon vor Wochen auf Sven Mislintat als Wunschkandidaten für den Posten des Sportvorstandes festgelegt und der 43-Jährige wäre dem Vernehmen nach trotz einer Offerte des Hamburger SV auch gerne gekommen. Doch nachdem Borussia Dortmund seinem bis 2019 unter Vertrag stehenden Chefscout die Freigabe für den angestrebten Wechsel verweigert hat, muss sich die Fortuna neu orientieren.

Sven Mislintat war nicht unsere einzige Option. (Dr. Reinhold Ernst)

„Sven Mislintat war nicht unsere einzige Option“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst nun gegenüber der „Rheinischen Post“ zwar, Alternativen in der Hinterhand zu haben, doch durchgesickert sind bislang noch keine anderen Namen.

Zukunft von Rachid Azzouzi weiter offen

Gleichzeitig steht nach wie vor die Frage nach der Zukunft von Sportdirektor Rachid Azzouzi im Raum, der im Falle einer Verpflichtung von Mislintat de facto entmacht gewesen wäre und wohl auch unter einem anderen Sportvorstand kaum noch nennenswerte Entscheidungsgewalt hätte. Eine Trennung von Azzouzi ist deshalb nach wie vor nicht ausgeschlossen.

Dass Azzouzi nicht als Kandidat für die Position des Sportvorstandes gesehen wird, sagt Ernst zwar nicht ausdrücklich, ist zwischen den Zeilen in den Aussagen des Aufsichtsratsbosses gegenüber „Bild“ aber unverkennbar: „Der Sport muss wieder im Vorstand vertreten sein. Mit einem Mann von außen, der die Chance erkennt, hier was mit aufzubauen.“

Klar ist freilich, dass eine Lösung möglichst bald gefunden werden muss. Denn sollte die Zukunft tatsächlich ohne Azzouzi geplant sein, wäre es sicherlich nicht sinnvoll, wenn der 45-Jährige nun noch maßgeblich an der Kaderzusammenstellung beteiligt ist.