Hannover 96 verpflichtet Sei Muroya

Abgang von Marvin Bakalorz steht bevor

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 18.08.20 | 07:09
Gerhard Zuber

Gerhard Zuber ist von seinem japanischen Neuzugang überzeugt. © imago images / Joachim Sielski

Zu ungewöhnlicher Zeit am frühen Freitagmorgen hat Hannover 96 den nächsten Neuzugang vermeldet. Nachdem zuvor schon aus Japan entsprechende Gerüchte verlautet waren, gaben die Niedersachsen die Verpflichtung von Sei Muroya bekannt, der aus seiner Heimat vom FC Tokio nach Hannover wechselt.

Der 26 Jahre alte Außenverteidiger, der bei 96 einen Vertrag über drei Jahre erhält, wird am Samstag im Anschluss an das Spiel gegen Nagoya Grampus von seinem bisherigen Klub offiziell verabschiedet und sich auf den Weg nach Hannover machen.

Der Sportdirektor zum jüngsten Neuzugang
„ Für unseren Kader ist Sei ein absoluter Mehrwert ”
Gerhard Zuber

Muroya, der im November 2019 beim 1:4 gegen Venezuela sein zehntes Länderspiel für Japan bestritten hat, ist für Gerhard Zuber eine Option für beide defensiven Außenbahnen: „Sei Muroya ist ein technisch versierter, schneller, beidfüßiger Außenverteidiger, der gute Flanken schlägt. Er verfügt über eine große Mentalität und ist enorm laufstark. Sei Muroya kann sowohl Rechts- als auch Linksverteidiger spielen – für unseren Kader ist er ein absoluter Mehrwert“, kommentierte der 96-Sportdirektor die Verpflichtung auf der vereinseigenen Webseite. Zu den Ablösemodalitäten wurde unterdessen bisher nichts bekannt.

Bakalorz vor dem Absprung

Während Muroya künftig an der Seite seines Landsmannes Genki Haraguchi auflaufen wird, zeichnet sich der Abgang von Marvin Bakalorz ab. Der von Trainer Kenan Kocak mehr oder weniger ausgemusterte Mittelfeldspieler hat steht laut der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 14.08.2020) kurz vor einem Wechsel und hat offenbar mehrere Optionen. So sollen neben dem FC Ingolstadt auch mehrere Vereine aus der türkischen Süper Lig Interesse angemeldet haben.

Eine Ablöse wird 96 für den 30-Jährigen aller Voraussicht nach nicht mehr erhalten. Stattdessen wird wohl für die Auflösung des noch bis 2022 laufenden Vertrages eine Abfindung fällig.