Hannover 96: Christian Titz schon vor dem Aus?

Trennung noch vor der Länderspielpause nicht ausgeschlossen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 12.09.26 | 07:37
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Nach schwachem Start im Fokus: Christian Titz. © IMAGO / DeFodi Images

Die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag war vorhanden, hat sich für Hannover 96 aber nicht erfüllt. Anstatt mit einem Erfolg beim stark gestarteten 1. FC Nürnberg näher an einen mutmaßlichen Konkurrenten im Aufstiegsrennen heranzurücken, verloren die Roten beim Club am Freitagabend mit 1:2 und drohen frühzeitig das vordere Tabellendrittel aus den Augen zu verlieren.

Nürnberg ist nun schon neun Punkte entfernt, wobei sich bei einer eigenen Ausbeute von vier Zählern aus fünf Partien aber ohnehin jeglicher Blick nach oben verbietet. Vielmehr muss es 96 schaffen, schnell in die Spur zu finden und fortan regelmäßig zu punkten, soll die Saison nicht schon frühzeitig als Enttäuschung abgehakt werden.

Bevor es in die erste Länderspielpause geht, ist am kommenden Sonntag ein Heimsieg gegen den VfL Bochum bereits nahezu Pflicht. Ob dann nochmal Christian Titz als Trainer auf der Bank Platz nehmen wird, ist im Moment unklar. Der 55-Jährige sieht sich schon seit geraumer Zeit intern wie extern immer lauter werdender Kritik ausgesetzt und kann eine zu Wochenbeginn durchgesickerte Punktevorgabe bis zum ersten Break mit der Pleite in Nürnberg schon nicht mehr erfüllen.

Entscheidet Martin Kind?

Die Aussagen von Geschäftsführer Jonas Boldt gegenüber Bild deuten nun darauf hin, dass ein Trainerwechsel noch vor dem Bochum-Spiel vollzogen werden könnte: „Ich habe gehofft, dass wir den Schwung vom 4. Tabellenplatz aus der vergangenen Saison mitnehmen können. Deshalb habe ich gesagt, dass ich erst mal nichts verändern werde. Aber dass wir so – auch von den Ergebnissen und wie wir Spiele hergeschenkt haben – nicht weitermachen können, das liegt auf der Hand. Am Ende bin ich gekommen, um Dinge zu entscheiden und den Kopf dafür hinzuhalten, dass wir auf Strecke wieder in eine Richtung laufen.“

Laut Bild könnte bei der kurzfristigen Entscheidung in der Trainerfrage Aufsichtsratsboss Martin Kind entscheidend sein. Der 82-Jährige gilt anders als Boldt als Fürsprecher von Titz, weiß aber natürlich auch um die vorhandene Drucksituation und die Gefahr, mit weiteren Misserfolgen, das große Ziel früh aus den Augen zu verlieren.

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