Hannover 96: Evina und Sulejmani sind nur der Anfang

Immer mehr Spekulationen um mögliche Verstärkungen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 22.07.20 | 07:18
Franck Evina

Franck Evina kommt vom FC Bayern nach Hannover. © imago images / foto2press

Mit Franck Evina (FC Bayern München II) und Valmir Sulejmani (Waldhof Mannheim) hat Hannover 96 am Dienstagabend seine beiden ersten Neuzugänge für die kommende Saison vorgestellt. Während die Verpflichtung Sulejmanis, der bis zu seinem Wechsel 2018 nach Mannheim 13 Jahre lang bei 96 ausgebildet wurde, schon vorab durchgesickert wurde, erfolgte die Präsentation des zuletzt von den Bayern an den KFC Uerdingen verliehenen Evina überraschend.

Der 20-jährige Franzose und der vier Jahre ältere Sulejmani sind beide offensiv flexibel einsetzbar und erweitern in diesem Bereich die Möglichkeiten von Trainer Kenan Kocak deutlich. Nichtsdestotrotz waren die beiden Verpflichtungen vom Dienstag nur der Anfang der Sommertransfers.

Laut der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 22.07.2020) könnte mit Jan Hendrik Marx am heutigen Mittwoch schon Neuzugang Nummer drei verkündet werden. Der Rechtsverteidiger, bislang an der Seite Sulejmanis für Waldhof Mannheim aktiv, könnte für rund 300.000 Euro aus seinem noch bis 2021 laufenden Vertrag losgeeist werden. Allerdings soll auch der SC Paderborn noch um den 25-Jährigen werben.

Drei Kölner auf der Wunschliste

Heiß gehandelt wird derzeit unterdessen auch Louis Schaub, den der 1. FC Köln nach einer wenig erfolgreichen, halbjährigen Ausleihe zum Hamburger SV gerne ganz abgeben, aber auch erneut verleihen würde. Der österreichische Nationalspieler könnte das kreative Element im offensiven Mittelfeld erhöhen und hat gerade in der Kölner Aufstiegssaison 2018/19 mit drei Toren und 13 Assists schon gezeigt, in Liga zwei den Unterschied ausmachen zu können.

Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger ist Schaub aber nur einer von drei FC-Profis, die in Hannover Interesse wecken. Bekannt ist, dass 96 den vergangene Saison ausgeliehenen Jannes Horn gerne weiterverpflichten würde. Den Linksverteidiger soll aber Kölns Trainer Markus Gisdol, der erst nach Horns Abschied kam, durchaus schätzen. Und schließlich wird auch Simon Terodde mit Hannover 96 in Verbindung gebracht. Der Zweitliga-Torgarant allerdings besitzt in Köln einen gut dotierten Vertrag und müsste für einen Wechsel nach Hannover deutliche Abstriche hinnehmen.

Esser statt Zieler als Nummer eins?

Eine Baustelle sehen die 96-Verantwortlichen derweil offenkundig im Tor. Immer mehr zeichnet sich ab, dass Trainer Kocak nicht mit Ron-Robert Zieler als Nummer eins plant. Nach Informationen von kicker.de hat 96 den Torwartmarkt fest im Blick und unter anderem den zuletzt vom FC Liverpool an Besiktas Istanbul verliehenen Loris Karius sowie Stefanos Kapino, Ersatzkeeper bei Werder Bremen, im Visier.

Wunschkandidat soll aber Michael Esser sein, der erst im Januar ablösefrei an die TSG 1899 Hoffenheim abgegeben wurde und nach einem halben Jahr im Kraichgau nun vertragslos ist. Der 32-Jährige ist zwar auch beim 1. FC Köln und beim 1. FC Union Berlin ein Thema, doch scheint 96 gute Karten zu haben. Nicht einfach werden dürfte es indes, eine Lösung mit Zieler zu finden, der natürlich den Anspruch hat zu spielen und ausgestattet mit einem Vertrag bis 2023 noch jahrelang zu den Top-Verdienern zählt.