Hannover 96: Taycan Kurt weckt Begehrlichkeiten
Red Bull Salzburg offenbar am Offensivtalent dran
©imago images/Noah Wedel
Vor dem Niedersachsenderby am Sonntag bei Eintracht Braunschweig liegt rund um Hannover 96 jede Menge Spannung in der Luft. Schließlich geht es für die Mannschaft von Trainer Sandro Wagner, der in seinem persönlich dritten Spiel auf den ersten Dreier hofft, um den Anschluss an die eigentlich angepeilten vorderen Plätze, die bei einer erneuten Enttäuschung erst einmal aus der Sichtweite geraten könnten.
Die Ausfälle von Lars Gindorf, Mustapha Bundu, Benedikt Pichler, Karl Steinmann und Joschua Siewert sorgen zwar gerade in der Offensive für eine nicht optimale Personalsituation, doch dafür darf voraussichtlich das eine oder andere Talent zumindest von der Bank aus Derbyluft schnuppern. „Wir werden auf jeden Fall den einen oder anderen Jungen dabei haben“, kündigte Wagner auf der Pressekonferenz am Freitag an, seinen Kader entsprechend auffüllen zu wollen.
Zehn Einsätze in der Regionalliga
Grundsätzlich ein Kandidat wäre Taycan Kurt, der nach einem im August 2025 erlittenen Wadenbeinbruch samt Sprunggelenksluxation längst wieder fit ist, allerdings weiter vom Durchbruch entfernt scheint als vor seinem Verletzungspech. In dieser Saison stand der 18-jährige Offensivmann in immerhin zehn Spielen für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord auf dem Feld, durfte aber nur vier Mal von Beginn an ran. Im Profi-Kader stand Kurt bislang noch gar nicht und muss derzeit noch warten, seinen Ruf als Top-Talent bestätigen zu können.
Um das Potential des in Langenhagen geborenen Deutsch-Türken, der in der U16 und U17 Junioren-Länderspiele für die Türkei bestritten hat, weiß man unterdessen wohl in Österreich. Denn das Portal fussballtransfers.com berichtet davon, dass sich Red Bull Salzburg für Kurt interessieren soll. Wie konkret dieses Interesse ist, lässt sich momentan schwer einschätzen, doch ist Salzburg dafür bekannt, sich Talente auch aus anderen Ländern frühzeitig zu sichern.
Angesichts eines bis 2028 laufenden Vertrages können die 96-Verantwortlichen in der Personalie noch relativ gelassen sein. Spätestens im nächsten Sommer dürfte dann aber eine Grundsatzentscheidung darüber, ob Kurt weiter in Hannover am Durchbruch arbeitet oder sich andernorts versucht, anstehen.
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