Hannover 96: Thema Aleksandr Zhirov wirklich erledigt?

Jaka Bijol gegen den KSC noch nicht dabei

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 19.09.2020 | 08:00
Aleksandr Zhirov im Test gegen den FCK:

Aleksandr Zhirov wird heute in der Startelf des SV Sandhausen erwartet. ©imago images/Jan Huebner

Am Freitagabend konnte Hannover 96 schließlich vermelden, was zuvor schon von verschiedenen Medien berichtet wurde: Jaka Bijol wird zunächst für ein Jahr von ZSKA Moskau ausgeliehen. Anschließend können die Niedersachsen den 21 Jahre alten Slowenen per Kaufoption fest an sich binden.

Sportdirektor Gerhard Zuber zeigte sich auf der vereinseigenen Webseite nach der geglückten Verpflichtung des slowenischen A-Nationalspielers sehr zufrieden: „Jaka Bijol ist das nächste, wichtige Puzzleteil für unsere Mannschaft. Er ist ein großgewachsener Spieler, der auf der ‚Sechs‘ genau das verkörpert, was wir brauchen: Jaka ist technisch versiert, kann aber auch abräumen. Wir freuen uns, dass er jetzt da ist und sind überzeugt, dass er eine Verstärkung für uns sein wird.“

Am heutigen Samstag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC ist Bijol allerdings noch keine Option. Der Mittelfeldmann wird die Begegnung als Zuschauer verfolgen und könnte dann in einer Woche im Spiel beim VfL Osnabrück sein Debüt feiern.

Ablöse als Knackpunkt bei Zhirov

Ob bis dahin auch der noch gesuchte Innenverteidiger an Bord ist, bleibt abzuwarten. Als Wunschkandidat für das Abwehrzentrum wurde in den vergangenen Tagen Aleksandr Zhirov vom SV Sandhausen heiß gehandelt. Und laut Bild soll der Wechsel des 29 Jahre alten Russen, der sich mit 96 bereits einig sein soll, offenbar auch zeitnah über die Bühne gehen.

Allerdings vermeldet die Bild auch, dass beide Vereine in Sachen Ablöse nach wie vor weit auseinander liegen. Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet unterdessen, dass ein Wechsel Zhirovs vom Tisch ist und der im DFB-Pokal aufgrund seiner Wechselambitionen fehlende Innenverteidiger schon am heutigen Samstag gegen Darmstadt 98 wieder in der Sandhäuser Startelf stehen soll. Hannover soll Sandhausen mitgeteilt haben, nicht zur Erfüllung der Ablöseforderungen bereit zu sein.

Abzuwarten bleibt freilich, ob das Thema nun wirklich erledigt ist oder der Poker hinter den Kulissen weitergeht. Mehr als 1,5 Millionen Euro scheint Hannover auf keinen Fall ausgeben zu wollen, während der SVS anfänglich sogar drei Millionen Euro gefordert haben soll.