Hannover 96: Zwei bis drei Verstärkungen im Winter?
Nachbesserungen bei realistischer Aufstiegschance möglich
96-Geschäftsführer Jonas Boldt. © IMAGO / DeFodi Images
Vor acht Tagen hat Sandro Wagner seinen Dienst als Cheftrainer von Hannover 96 angetreten, mit der durchaus komfortablen Möglichkeit, seine neue Mannschaft knapp drei Wochen lang auf das nächste Pflichtspiel am 10. Oktober beim 1. FC Magdeburg vorbereiten zu können – inklusive einem Testspiel am kommenden Samstag gegen den SC Verl.
Wagner wird in der täglichen Arbeit genau hinsehen, um ein umfassendes Bild von Form und Fitness aller Akteure zu bekommen, mit dem Ziel, ohne lange Anlaufzeit und Experimente die bestmögliche Elf zu finden und in Magdeburg auf den Platz zu schicken. Denn auch wenn unter Interimstrainer Lars Barlemann am vorvergangenen Wochenende gegen den VfL Bochum (2:1) der zweite Saisonsieg gelungen ist, beträgt der Rückstand auf die eigentlich angepeilte Aufstiegszone schon sechs Punkte. Hertha BSC und der 1. FC Nürnberg auf den direkten Aufstiegsrängen sind sogar schon neun bzw. elf Zähler enteilt.
Vom Herbst hängt viel ab
Viel darf 96 somit in den nächsten Wochen nicht mehr liegen lassen, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten und sich möglicherweise frühzeitig von den hohen Ambitionen trennen zu müssen. Sollte Wagner aber erfolgreich loslegen und den Rückstand nach ganz oben schnell reduzieren, ist nicht ausgeschlossen, dass die Verantwortlichen im Winter entgegen der zuletzt auf dem Transfermarkt an den Tag gelegten Zurückhaltung wieder mehr ins Risiko gehen.
Nach Einschätzung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung könnte ein erfolgreicher Herbst dazu führen, dass die Geldgeber wieder mutiger werden und die Mittel zur Verfügung stellen, um den Kader mit zwei bis drei Akteuren zu verstärken, die direkt für einen signifikanten Qualitätszuwachs sorgen würden.
Voraussetzung für entsprechende Investitionen ist aber, dass die Aufstiegszone an Weihnachten in Sichtweite ist. Andernfalls wäre der Plan wohl, dass Wagner die Rückrunde zur Weiterentwicklung des vorhandenen Personals nutzen soll, bevor dann in der nächsten Saison ein neuer Angriff erfolgen würde.
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