Hertha BSC: Gelingt mit Derry Scherhant ein Coup?
Potentieller Rückkehrer ein möglicher Reese-Nachfolger
Bis letzten Sommer fünf Jahre bei Hertha BSC: Derry Scherhant. © IMAGO / Matthias Koch
Mit dem am Wochenende bereits durchgesickerten und mittlerweile offiziell bestätigten Abgang von Michal Karbownik sind es nunmehr schon acht Profis aus dem bisherigen Aufgebot, die kommende Saison nicht mehr für Hertha BSC auflaufen werden.
Die für eigene Transferaktivitäten dringend benötigten Ablösesummen konnten allerdings noch nicht verbucht werden. Mit Toni Leistner, John Anthony Brooks, Diego Demme und auch Karbownik fallen zwar Spieler mit vergleichsweise hohen Gehältern weg, doch selbst investieren können die Berliner erst dann, wenn für Akteure wie Tjark Ernst, Linus Gechter, Marton Dardai, Fabian Reese und allen voran natürlich Kennet Eichhorn die erwarteten Millionen generiert wurden.
Auch dann sind aber wegen der schwierigen Finanzlage nicht die ganz großen Sprünge drin. Vielmehr ist ein vernunftbasiertes Handeln auf dem Transfermarkt gefragt, wozu ein Fokus auf ablösefreie und kostengünstige Profis ebenso gehört wie Leihgeschäfte.
Ein Korb schon im Winter
Nach Informationen der Bild haben die Berliner Verantwortlichen um Sportdirektor Benjamin Weber auch schon einen konkreten Leihkandidaten im Blick, der in der Hauptstadt wahrlich kein Unbekannter wäre. So beschäftigt sich Hertha BSC dem Boulevard-Blatt zufolge mit einer Leihe des im vergangenen Sommer für rund zwei Millionen Euro zum SC Freiburg gewechselten Derry Scherhant, der im Breisgau richtig gut losgelegt hat, allerdings dann nur eine durchwachsene Rückrunde mit weniger Einsatzzeit erlebte.
Die Berliner Chancen allerdings scheinen nicht die besten. Zum einen wird Scherhant als Backup und Konkurrent für den nicht jünger werdenden Vincenzo Grifo auf dem linken Flügel sehr geschätzt. Und zum anderen spielt Freiburg auch 2026/27 wieder international, benötigt somit weiterhin einen breiten Kader, in dem Scherhant zumindest zum Kreis der ersten 14 oder 15 Spieler zu zählen ist. Ganz unabhängig davon, ob für den 23-Jährigen der Rückschritt in die 2. Liga überhaupt in Frage käme.
Wie im Winter, als Hertha auch schon bezüglich einer Scherhant-Leihe angefragt haben soll, droht erneut eine Absage. Sollte der bei einigen Klubs und längst nicht nur beim VfL Wolfsburg gehandelte Reese erwartungsgemäß gehen, wird links offensiv wohl eine andere Lösung gefragt sein.
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