Hertha BSC: Michal Karbownik geht
Pole nimmt das Vertragsangebot nicht an
Keine Zukunft bei Hertha BSC: Michal Karbownik. © IMAGO / Matthias Koch
Drei Wochen ist die Sommerpause mittlerweile alt, doch die wirklich weitreichenden Personalentscheidungen bei Hertha BSC lassen weiterhin auf sich warten. Dass Spieler wie Tjark Ernst, Linus Gechter, Marton Dardai oder Fabian Reese eigentlich kein weiteres Jahr mehr in der 2. Bundesliga spielen möchten und auch über andere Optionen verfügen, ist ein offenes Geheimnis.
Konkret geworden ist es bisher abgesehen von den wohl intensiven Bemühungen des VfL Wolfsburg um Reese aber nicht. Das gilt ebenso für potentielle Neuzugänge, wobei der offenbar ins Auge gefasste Noah Darvich aller Voraussicht nach nicht in die Hauptstadt kommen, sondern auf Leihbasis vom VfB Stuttgart zur SV Elversberg wechseln wird – nicht zuletzt wegen der Aussicht, beim Bundesliga-Aufsteiger erstklassig spielen zu können.
Karbowniks neuer Klub noch nicht bekannt
Dass in Sachen Neuzugänge bisher nichts passiert ist, liegt freilich auch an den fehlenden Transfereinnahmen für Reese und Co., durch die die Verantwortlichen um Sportdirektor Benjamin Weber zumindest ein gewisses Budget für die Suche nach Verstärkung erhalten würden. Und ein ordentlicher Handlungsspielraum wird auch nötig sein, will Hertha BSC doch laut Bild auf mindestens vier Positionen echte Verstärkungen hinzuholen: in der Innenverteidigung, auf der linken Abwehrseite, rechts offensiv und im Sturmzentrum.
Die Linksverteidigerposition ist inzwischen auf der Agenda nach oben gerückt, da sich die Hoffnung auf einen Verbleib von Michal Karbownik offenbar zerschlagen hat. Der Pole, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, hat den Verein nach Informationen der Bild darüber informiert, das vorgelegte Angebot zur Verlängerung nicht anzunehmen. Karbownik kann und wird den Verein somit ablösefrei verlassen. Wohin es den 25-Jährigen zieht, ist offen. Werder Bremen galt noch im Frühjahr als stark interessiert, soll sich mittlerweile aber anders orientiert haben.
Unabhängig davon, wo Karbownik seine Karriere fortsetzen wird, verliert Hertha BSC einen Spieler zum Nulltarif, der in der abgelaufenen Saison nicht grundlos gesetzt war und den Trainer Stefan Leitl gerne gehalten hätte.
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