Holstein Kiel: Fenerbahce beobachtet Karazor

Mittelfeldspieler überzeugt vor der Winterpause

Atakan Karazor am Ball für Holstein Kiel

Starke Vorstellung: Atakan Karazor überzeugte beim 3:1 gegen den HSV. ©Imago/Claus Bergmann

Seine beste Leistung sparte sich Atakan Karazor bis zum Schluss auf: Kurz vor der Winterpause stand der 22-Jährige als Vertreter von Jonas Meffert auf dem Feld und hatte durch eine beherzte Vorstellung einen großen Anteil am 3:1-Sieg der Störche über den HSV.

Es war einer von sieben Einsätzen für Karazor in dieser Hinrunde, der zunächst selten berücksichtigt wurde, im Laufe der Serie aber immer wichtiger für die KSV wurde, sei es als Meffert-Vertreter oder als Einwechselspieler, um eine Führung über die Zeit zu bringen.

Dass der unter anderem beim VfL Bochum und Borussia Dortmund ausgebildete Mittelfeldspieler auch im Blickfeld anderer Verein ist, war bereits bekannt, nun soll nach Liga-Zwei.de-Informationen auch der 19-malige türkische Meister Fenerbahce Istanbul Karazor auf dem Zettel haben.

Strategie geändert

Die „Kanarienvögel“ haben derzeit mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen, liegen auf Abstiegsrang 17 und wollen im Verein deswegen einiges umstrukturieren. Bereits seit Sommer 2018 heißt der neue Fener-Präsident Ali Koc, hinter ihm steht mit der börsennotierten Koc Holding ein gewaltiges Unternehmen.

Die Ausrichtung des Vereins soll vermehrt auf junge Spieler abzielen, die auch im Ausland gescoutet werden, so wie offenbar der Deutsch-Türke Atakan Karazor. Im Gegensatz zu früher scheut sich Fenerbahce dabei auch nicht, noch eher unbekannte Spieler zu verpflichten, wie vor der Saison zum Beispiel aus der zweiten türkischen Liga.

Doch ob Karazor überhaupt weg aus Norddeutschland möchte, ist fraglich, fühlt sich der großgewachsene Mittelfeldmann dem Vernehmen nach in Kiel doch pudelwohl. Karazors Vertrag läuft noch bis 2020, seine Entwicklung ging in den letzten Wochen stetig voran. Auch der Verein dürfte mit ihm zufrieden sein. Aus Fenerbahce-Sicht bräuchte es also wohl einiges, um den Mittelfeldspieler von der Förde loszueisen.

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