Holstein Kiel: Jae-Sung Lee auch auswärts torgefährlich?

Südkoreaner erzielte acht von neun Zweitliga-Toren zu Hause

Jae-Sung Lee

In der laufenden Saison mit vier Toren, aber noch ohne Vorarbeit: Jae-Sung Lee. © imago images / holsteinoffice

Am morgigen Sonntag steht Holstein Kiel vor der vielleicht schwierigsten Aufgabe, die die 2. Bundesliga in dieser Saison bereit hält. Um beim VfB Stuttgart punkten und Ex-Trainer Tim Walter ärgern zu können, werden die Störche am Limit spielen müssen und auch in der einen oder anderen Situation ein Quäntchen Glück benötigen.

Vor dem Anpfiff ist freilich erst einmal Interimstrainer Ole Werner gefordert, der Mannschaft einen passenden Plan mit auf den Weg zu geben. Wie dieser aussehen wird, ist noch offen. Zumindest im Bereich des Möglichen ist aber im Vergleich zum jüngsten 1:2 gegen Jahn Regensburg der Verzicht auf einen klassischen Mittelstürmer und damit auf Janni Serra. Dafür könnte eine bewegliche und flexible Dreieroffensivreihe mit Jae-Sung Lee als falscher Neun gefragt sein.

Lee in dieser Saison bisher nur zu Hause erfolgreich

Der Südkoreaner hat diese Rolle bereits in der Vergangenheit einige Male ordentlich ausgefüllt und in dieser vor allem am dritten Spieltag beim 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC mit einem Doppelpack überzeugt. Diese Begegnung freilich fand im heimischen Holstein-Stadion statt, wo sich Lee augenscheinlich wohler fühlt, zumindest was eigene Tore angeht.

Denn seit seiner Ankunft in Kiel im Sommer 2018 erzielte Lee neun Treffer in der 2. Bundesliga und davon acht vor heimischem Publikum. Auswärts war Lee, der in der laufenden Saison all seine vier Tore zu Hause markierte, nur beim 4:0-Erfolg in der vergangenen Spielzeit beim MSV Duisburg erfolgreich.

Dass Kiel auswärts generell deutlich schwächer unterwegs wäre als zu Hause, kann für diese Statistik nur bedingt als Begründung herangezogen werden. Denn fünf Heimpunkten stehen in dieser Saison immerhin drei Auswärtszähler gegenüber. Und vergangene Saison brachte es Kiel zu Hause zwar auf 29 Punkte, war aber zugleich mit 20 Zählern in der Fremde auch das siebtbeste Auswärtsteam.

Eine andere Statistik lässt indes darauf schließen, dass Lee zu Hause schlichtweg öfter selbst zum Abschluss kommt und auswärts eher als Einfädler und Vorbereiter gefragt ist. So verbuchte der 27-Jährige, der in der laufenden Saison noch ohne Vorarbeit ist, in der letzten Spielzeit acht von neun Assists auf gegnerischem Platz.

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