Holstein Kiel: Tim Walter immer mehr im Brennpunkt
Trainerdiskussion längst im Gange
Zunehmend in der Diskussion: Tim Walter. © IMAGO / RHR-Foto
Daran, von seiner Spielphilosophie nicht abrücken zu wollen, hat Tim Walter im Vorfeld des Gastspiels bei Eintracht Braunschweig keinen Zweifel gelassen – in der Hoffnung, dass sich damit die erhofften Ergebnisse einstellen. Tatsächlich allerdings ging das Duell zweier mit vier Punkten aus den ersten sechs Spielen nicht gut gestarteter Mannschaften mit 0:1 verloren und die Störche warten weiterhin als einziger Zweitligist auf den ersten Saisonsieg.
Letztlich kamen in Braunschweig eine einmal mehr nicht ausreichende Chancenverwertung und ein Patzer von Ivan Nekic vor dem Gegentor zusammen, wie es Schlussmann Timon Weiner auf der vereinseigenen Webseite gut zusammenfasste: „Wer seine Chancen nicht nutzt und solche Gegentore kassiert, verliert die Spiele in der 2. Liga.“
„Wir haben in der Länderspielpause an vielen Themen gearbeitet und auch ein gutes Testspiel absolviert, aber heute haben wir es nicht geschafft, diese Dinge auf den Platz zu bringen“, haderte Torjäger Phil Harres mit dem erneuten Negativerlebnis, zeigte sich aber zugleich weiter fest entschlossen, die Wende zu schaffen: „Wir müssen uns aus der aktuellen Situation herauskämpfen.“
Am Freitag kommt der Spitzenreiter
Wie lange noch Tim Walter auf der Trainerbank den Versuch unternehmen darf, die Störche in die Spur zu führen, bleibt abzuwarten. Der 50 Jahre alte Fußball-Lehrer macht sich über seine persönliche Situation nach eigener Aussage keine großen Gedanken, rückt mit jedem Misserfolg aber mehr in den Fokus. Während für die Kieler Nachrichten eine Trainerdiskussion kein Tabu mehr sein darf, halten sich die Verantwortlichen um Geschäftsführer Olaf Rebbe noch bedeckt.
Weil am kommenden Freitag Spitzenreiter Hertha BSC in Kiel gastiert und aktuell sicherlich der klare Favorit ist, droht sich die Lage erst einmal weiter zuzuspitzen, bevor dann gegen Dynamo Dresden direkt ein weiteres und sicher richtungsweisendes Heimspiel ansteht. Spätestens dann, wenn es auch in diesen beiden Spielen schief geht, dürfte die Personalie Walter auf den Tisch kommen.
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