HSV: Hecking rotiert im Testspiel

1:0-Sieg gegen Aalborg BK

Dieter Hecking im Training des HSV

Dieter Hecking brachte gegen Aalborg Spieler aus der zweiten Reihe. ©Imago images/Michael Schwarz

Länderspielpause? Von wegen, der HSV nutzte am heutigen Donnerstag die Gunst der Stunde und bestritt gegen den dänischen Erstligisten Aalborg BK, der aktuell Rang sieben der Superligaen belegt, ein internationales Freundschaftsspiel.

System-Test

Dies wurde kurzfristig anberaumt, fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Trainingsplatz statt – und lieferte durchaus interessante Erkenntnisse. So ließ Trainer Dieter Hecking seine Elf in der ersten Halbzeit in einem 3-5-2 System ran, gewährte so manchem Ersatzspieler Einsatzzeiten. Im Tor standen so je eine Halbzeit Mickels sowie Pollersbeck.

Die defensive Dreierreihe bildeten Jung sowie die zuletzt auf der Bank sitzenden Letschert und Ewerton. Vor allem am zentralen Innenverteidiger Jung war es zunächst oft, den Spielaufbau zu gestalten, während sich im Mittelfeld Dudziak, Kinsombi und Jairo Samperio den Ball zweitweise durchaus gefällig zuschoben. Vor allem für Jairo, der in dieser Zweitliga-Saison sechsmal als Joker zum Einsatz kam, waren es wichtige Minuten, um Spielpraxis zu sammeln.

Bei den Außenbahnspielern machte Hecking keine Experimente – zumindest personell. Leibold und Narey durften ran, allerdings in Halbzeit eins nicht wie zuletzt in einer Viererabwehrkette, sondern als Flügelläufer im eingangs bereits erwähnten 3-5-2.

Im Sturm interessant: Jatta gab eine Mischung aus linkem Flügel- und zentralem Stürmer, neben ihm stand Wood, der sich bekanntlich in der Liga meist hinten anstellen muss – im Testspiel allerdings zum 1:0 traf.

Youngster Fabisch kommt rein

In der zweiten Halbzeit stellte Hecking auf ein 4-4-2 mit Raute um, Jung ging ins Mittelfeld, Dudziak ging raus für Kittel, der das offensive Mittelfeld besetzte – was jedoch nicht in Stein gemeißelt war, vielmehr zeigte sich der HSV variabel, hatte teilweise auch Phasen im gewohnten 4-3-3.

Wirklich viel ereignete sich allerdings nicht nach der Pause. Der HSV stellte früh zu, kam selbst allerdings nur selten in den gegnerischen Strafraum. Aufhorchen ließ noch die Einwechslung von U19-Talent Jonah Fabisch, der für Kinsombi in die Partie kam.

Was sind nun die Erkenntnisse aus dem Test? Wood konnte sich nicht nur aufgrund seines Tores empfehlen, war sichtlich bemüht, viele Bälle festzumachen. Der lauffreudige Jairo könnte unterdessen die vakante Position auf dem Flügel, die sich aus der Sperre Jattas ergibt, übernehmen.

Die Defensive hatte unterdessen wenig Probleme mit der Aalborger Offensive und alles im Griff – im Hinblick auf die kommende Ligapartie gegen die SG Dynamo Dresden, gegen die die Rothosen in der vergangenen Saison zweimal hinten die Null hielt, sicherlich ein wichtiger Eindruck.