KSC: Dominik Kother zeigt sich

Youngster empfiehlt sich im Test gegen Ulm

Dominik Kother (l.) im Duell mit Manuel Stiefler.

Dominik Kother (l.) konnte den Testspielsieg über Ulm für Eigenwerbung nutzen. ©imago images/tmc-fotografie.de

Nach dem 1:1 gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau, mit dem sich die Unentschiedenserie auch während der Länderspielpause fortgesetzt hatte, konnte der Karlsruher SC am gestrigen Dienstag ein weiteres Testspiel für sich entscheiden. Bei der in Rutesheim ausgetragenen Partie gegen den SSV Ulm 1846 sah es lange nach einem weiteren Remis aus, ehe die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz doch noch mit 3:2 gewann.

Schwartz nutzte die Gelegenheit, um jungen Talenten und Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben. So konnte unter anderem der zuletzt von einem hartnäckigen Infekt geschwächte Lukas Grozurek 50 Minuten lang Spielpraxis sammeln. Von den gestandenen Profis mit relativ wenig Einsatzzeit im Liga-Alltag kamen überdies auch Saliou Sane und Martin Röser zum Zug.

Kother mit einem Doppelpack

Vor allem aber erhielten viele junge Akteure die Gelegenheit, nicht nur Wettkampfpraxis zu erlangen, sondern auch, sich zu zeigen. Neben Alexander Groiß, der sich schon drei Mal in der 2. Bundesliga beweisen durfte, kamen mit Malik Batmaz und Dominik Kother auch zwei erst im Sommer aus der U19 aufgerückte Talente zum Zug. Und beide konnten die 90 Minuten nutzen, um sich zu empfehlen.

Zunächst war es Batmaz, der nach einer halben Stunde die Ulmer Führung egalisierte, ehe Kother in der 75. und 87. Minute mit einem Doppelpack für den Sieg sorgte. Dabei musste Kother anders als der in vorderster Front aufgebotene Mittelstürmer Batmaz in ungewohnter Rolle ran. Der 19-Jährige, der eigentlich eine Reihe weiter vorne zu Hause ist, agierte als Linksverteidiger, hielt sich aber offensiv deshalb keineswegs zurück und bestätigte damit die positiven Trainingseindrücke.

Gute Chancen auf Kaderplatz gegen den VfB

Dort waren seine Dribbelstärke und enge Ballführung auch den Kollegen aufgefallen, die große Schwierigkeiten haben, den Rechtsfuß vom Ball zu trennen. Diese Qualitäten stünden dem KSC auch im Liga-Alltag gut zu Gesicht, auf seinen ersten Einsatz wartet Kother aber noch.

Da mit Damian Roßbach und Dirk Carlson zwei weitere Linksverteidiger im Profikader stehen, dürfte es für Kother allerdings nicht leicht werden, auf der ungewohnten Position den Durchbruch zu schaffen. Der Youngster hat gegen Ulm aber fraglos Duftmarken gesetzt und darf hoffen, beim Derby in Stuttgart zum dritten Mal in Folge dem Spieltagskader anzugehören. Das Zweitliga-Debüt scheint jedenfalls nicht mehr in allzu weiter Ferne, womöglich dann auch in offensiverer Rolle.