SV Sandhausen: Dennis Diekmeier findet deutliche Worte

"Es waren zu wenig Männer auf dem Platz. Wir müssen Eier zeigen."

Dennis Diekmeier vom SV Sandhausen

Unzufrieden. Dennis Diekmeier sprach nach Sandhausens 0:2 bei St.Pauli Klartext. ©imago images/foto2press

0:2 beim FC St. Pauli verloren, seit drei Spielen sieglos. Der SV Sandhausen droht das Momentum der „Überraschungsmannschaft“ zu verlieren. Kapitän Dennis Diekmeier fand im Gespräch mit Liga-Zwei.de daher deutliche Worte.

Herr Diekmeier, wie bewerten Sie das 0:2 beim FC St. Pauli?
Dennis Diekmeier: „Wir haben die erste Halbzeit ein bisschen verpennt, bekommen das 0:1 bei einem Fernschuss, wo eigentlich gar nichts passieren darf. Wir hätten einfach hinten rausrücken müssen. Es war extrem bitter, so in das Spiel zu kommen.

In der zweiten Halbzeit haben wir noch mehr aufgemacht und hatten unsere Chancen. Machen wir den Anschlusstreffer, kann das Spiel vielleicht anders ausgehen. Aber das ist uns nicht gelungen. Am Ende muss man ehrlich sagen, dass St. Pauli verdient gewonnen hat.“

Woran hat das gelegen?
Diekmeier: „Es waren zu wenig Männer auf dem Platz. Wir müssen Eier zeigen. Hier auf St. Pauli ist eine geile Stimmung, hier ist was los. Da muss man sich zeigen und in den Zweikämpfen da sein. Ansonsten ist das schwer hier. St. Pauli hat noch den Schwung aus dem Derby-Sieg gegen den HSV.

Daher muss man hier seinem Mann stehen. In der zweiten Halbzeit haben wir das etwas besser gemacht, waren etwas männlicher. Da haben wir endlich mal wieder über Außen gespielt. Dadurch hatte ich auch ein paar gute Flanken. Aber leider gelang uns das Tor nicht.“

So wie wir in den letzten beiden Wochen aufgetreten sind, das geht nicht (über die vergangenen Spiele)

Die Mannschaft musste ein wenig umgestellt werden. Ein richtiges Konzept wurde dabei offenbar nicht gefunden, oder?
Diekmeier: „Das sehe ich nicht so. Wie gesagt: Wenn wir den Anschlusstreffer machen, kann das ein ganz anderes Spiel werden. Wir kamen gut in die zweite Halbzeit rein. Natürlich haben wir dann auch aufgemacht, sodass der Gegner Chancen bekam. Aber wir bekamen dadurch auch Möglichkeiten, das Tor zu machen.“

Nun hat Ihre Mannschaft seit drei Spielen nicht mehr gewonnen und droht den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu verlieren. Ärgert Sie das oder war das ohnehin nicht der Anspruch des Vereins?
Diekmeier: „Also ich habe diesen Anspruch. Die anderen müssen Sie selber fragen. Das nervt mich jedenfalls. Wenn man in ein Fußballspiel geht, will man gewinnen und nicht einfach nur ein bisschen mitspielen. Man muss auf dem Platz sein und ein Spiel gewinnen wollen. Und das muss man auch zeigen. Das war mir heute einfach zu wenig.

Mit einem Sieg wären wir oben dabei gewesen. Diesen Anspruch muss man haben. Mit Sandhausen die Überraschungsmannschaft zu sein, wäre doch geil gewesen, das muss man mitnehmen. Aber so wie wir in den letzten beiden Wochen aufgetreten sind, das geht nicht. Da muss sich einiges ändern.“

Die nächsten Gegner sind Aue, Regensburg und Wiesbaden. Also Mannschaften, mit denen Sie sich auf Augenhöhe befinden. Sind Erfolge in diesen Spielen besonders wichtig, weil zum Ende der Hinrunde die ganzen Top-Mannschaften warten?
Diekmeier: „Ja, das sind drei wichtige Spiele. Da müssen wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Wie Sie schon sagen: Das sind Mannschaften auf Augenhöhe. Da müssen wir in jedem Spiel Männer auf dem Platz sein und das Spiel gewinnen wollen. „

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