VfL Bochum: Nachbesserungen im Winter wahrscheinlich

Auch mehrere Abgänge denkbar

Sebastian Schindzielorz

Für die Kaderplanung des VfL Bochum verantwortlich: Sebastian Schindzielorz. © imago images / Team 2

Obwohl es gegen den VfL Osnabrück (1:1) im siebten Heimspiel zum sechsten Mal nur zu einem Unentschieden reichte, hat der VfL Bochum am vergangenen Wochenende die unmittelbare Abstiegszone verlassen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz und das punktgleiche Hannover 96 ist mit sieben Toren aber nur sehr dünn. Und auch zum ersten direkten Abstiegsplatz beträgt das Polster lediglich zwei Zähler.

Die Lage ist somit weiterhin alles andere als komfortabel und es ist aktuell zu befürchten, dass es für den VfL ein längerer Kampf gegen den Abstieg wird. Damit dieser aber am Ende erfolgreich gemeistert werden kann, machen sich die Bochumer Verantwortlichen in diesen Tagen intensiv Gedanken darüber, an welchen Stellschrauben in der Winterpause gedreht werden sollte.

Wir müssen sehen, welche Möglichkeiten sich ergeben, die sportlich und wirtschaftlich passen. (Sebastian Schindzielorz)

Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz deutete nun gegenüber der WAZ an, den Kader in der Januar-Transferperiode verstärken zu wollen: „Das ist nicht auszuschließen, aber es ist auch nicht zu 100 Prozent sicher. Wir müssen sehen, welche Möglichkeiten sich dann ergeben, die sportlich und wirtschaftlich passen.“

Um den genauen Bedarf auszumachen, will Schindzielorz zunächst noch den Schlussspurt bis Weihnachten abwarten, ehe die Überlegungen konkreter werden: „Wir haben jetzt noch vier Spiele, die weitere Erkenntnisse bringen werden, wo die Hebel sind, an denen wir ansetzen könnten.“

Der Fokus liegt wohl auf der Defensive

Wo der Schuh am meisten drückt, lässt sich freilich recht schnell anhand der nackten Zahlen erkennen. Während die 25 erzielten Tore ligaweit nur vom Hamburger SV (32), Arminia Bielefeld (30) und Jahn Regensburg (27) überboten werden, kassierte nur Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden (32) mehr Gegentreffer als der VfL, der wie der 1. FC Nürnberg und der Karlsruher SC 27 Mal den Ball aus dem eigenen Tor holen musste.

Bei der Suche nach Verstärkung dürfte das Hauptaugenmerk folglich auf der Defensive liegen. Um die Chance zu haben, im Winter Qualität zu bekommen, wäre es überdies hilfreich, den aktuell mit 30 Akteuren recht großen Kader zu verschlanken.

Als mögliche Streichkandidaten nennt die Reviersport mit Maxwell Gyamfi, Jan Wellers und Görkem Saglam drei junge Spieler mit auslaufenden Verträgen, die bisher in dieser Saison nicht zum Einsatz gekommen sind. Allzu viel wirtschaftlichen Freiraum würden Abgänge dieses Trios aber vermutlich nicht schaffen.

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