VfL Bochum: Robert Zulj ist angekommen

Winterneuzugang überzeugt beim zweiten Startelfeinsatz

Robert Zulj vom VfL Bochum

Robert Zulj will beim VfL endlich sein ganzes Können zeigen. ©Imago images/Poolfoto

Vor dem Re-Start der 2. Bundesliga nach über zwei Monaten Pause waren die Voraussetzungen für den VfL Bochum nicht optimal. Vor allem deshalb, weil der mit neun Toren und elf Vorlagen beste Scorer Danny Blum relativ kurzfristig wegen einer Muskelverletzung passen musste. Ebenso wie Vitaly Janelt im zentralen Mittelfeld und Innenverteidiger Saulo Decarli, für den nach Informationen der Reviersport die Saison aufgrund einer bevorstehenden Fersen-OP sogar schon beendet ist.

Trotz dieser Handicaps lieferte der VfL eine überzeugende Vorstellung ab und landete gegen den 1. FC Heidenheim einen ebenso verdienten wie wichtigen 3:0-Sieg. „Ich glaube, dass wir heute eine Truppe auf dem Platz gesehen haben, die viel Herz gezeigt hat. Auf dem Trikot stand der Slogan der Bochumer Gemeinschaft, den hat die Mannschaft gut umgesetzt“, zeigte sich Trainer Thomas Reis auf der vereinseigenen Webseite sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner Schützlinge, die zumindest vorübergehend auf Rang elf kletterten und ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz auf vier Punkte ausbauen konnten.

Assist zum 3:0 durch Ganvoula

Großen Anteil am Bochumer Auftakterfolg hatte Robert Zulj, der letztlich vom Ausfall Janelts profitierte und im Zuge einer Umstellung von 4-3-3 auf 4-2-3-1 als Zehner in die Mannschaft rückte. Aus dieser Position heraus agierte Zulj sehr umtriebig und initiierte viele gefährliche Aktionen. Den Treffer zum 3:0 durch Silvere Ganvoula bereitete der 28-Jährige direkt vor und bei einer weiteren Traumvorlage verhinderte nur Ganvoulas ungenauer Abschluss den nächsten Scorerpunkt.

Mir persönlich kam die Pause gelegen. (Robert Zulj)

Nachdem der im Winter von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtete Österreicher vor der Corona-Pause noch nicht recht Fuß fassen konnte und es bei vier Einsätzen nur einmal in die Startelf schaffte, scheint Zulj nun angekommen. In seinem Statement zur Partie betonte der Spielmacher denn auch, dass seine Leistungssteigerung kein Zufall war: „Mir persönlich kam die Pause gelegen. Ich hatte vorher ein paar Probleme mit dem Knie, war nicht zu 100 Prozent fit. Es wird nun besser und besser. Das freut mich, ich konnte heute ohne Schmerzen spielen.“

Wenn der VfL am nächsten Sonntag beim Karlsruher SC nachlegen kann, wird Zulj sicherlich wieder in der ersten Elf stehen. Ob Janelt und Blum dann zur Verfügung stehen, dürfte sich erst im Laufe der Woche entscheiden.