VfL Bochum: Tom Meyer oder Charlie Patino?

Ausfall von Enis Cokaj reißt eine Lücke ins Mittelfeld

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 08.09.26 | 07:34
© IMAGO / Sven Simon

Erster Scorer-Punkt beim 2:1 in Dresden: Tom Meyer. © IMAGO / Sven Simon

Auch wenn beide Heimspiele gegen Hertha BSC und den VfL Osnabrück verloren wurden, fällt die Zwischenbilanz des VfL Bochum nach vier Spieltagen dank der Auswärtssiege bei Eintracht Braunschweig (1:0) und zuletzt Dynamo Dresden (2:1) sowie auch im DFB-Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth (2:1) zumindest ordentlich aus. Getrübt wurde die Freude über den Dreier in Dresden allerdings durch die erneute Verletzung eines Sommerzugangs.

Nachdem sich schon Jean-Manuel Mbom beim Pokalspiel in Fürth eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen hat, die eine lange Pause erfordert, erwischte es in Dresden nun auch Enis Cokaj. Der 27 Jahre alte Albaner, der zuvor noch den Führungstreffer durch Koji Miyoshi vorbereitet hatte, erlitt laut offizieller Vereinsmitteilung eine schwere strukturelle Muskelverletzung und wird mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Weil anders als zu Zeitpunkt von Mboms Verletzung das Transferfenster nicht mehr geöffnet ist und wohl nicht angedacht ist, noch einen vereinslosen Profi hinzuzuholen, muss Trainer Uwe Rösler den Ausfall Cokajs mit den vorhandenen Mitteln auffangen – und hat dafür durchaus interessante Optionen.

Patino vor Debüt

In Dresden kam der 18-jährige Tom Meyer zu seinem dritten Profieinsatz und legte kaum auf dem Platz den zweiten Treffer Miyoshis vor. Der Youngster gilt als hochveranlagt und könne Cokajs Roll an der Seite des offensiveren Mats Pannewig auch in den nächsten Wochen übernehmen. Mit dem kurz vor Transferschluss von Deportivo A Coruna ausgeliehenen Charlie Patino verfüg Rösler aber noch über eine weitere Alternative. Der Engländer könnte den offensiveren Part auf der Doppelsechs übernehmen, während Pannewig dann etwas zurückgezogener agieren würde.

Wer beim schnellen Wiedersehen am Samstag mit Fürth von Beginn an als Cokaj-Vertreter ran darf, ist noch offen. Nach 90 Minuten auf der Bank in Dresden winkt Patino aber in jedem Fall das Debüt, wie Rösler gegenüber dem Reviersport andeutete: „Charlie ist ein junger Spieler. Er hat am Ball riesiges Potenzial, muss sich aber selbst Zeit geben. Er hat das, was wir brauchen. Ich habe die Fantasie, dass er, ob von Beginn an oder von der Bank, ein Spiel verändern kann.“

Weil Meyer seine Sache in Dresden auch über den Assist hinaus gut gemacht hat, spricht aber wohl mehr dafür, dass Patino zunächst auf der Bank bleibt.

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