VfL Osnabrück: Ismail Badjie vor dem Absprung?
Youngster nicht nur im Visier von Eintracht Frankfurt
Neun Tore auf dem Weg in die 2. Liga: Ismail Badjie. © IMAGO / STEINSIEK.CH
Nach Jonathan Wensing (SV Meppen), Joel Abu Hanna (Levadiakos), Lukas Bornschein (Hamburger SV II) und dem von Holstein Kiel ausgeliehenen Jonas Krumrey hat der VfL Osnabrück am Freitag mit Luca Raimund den fünften Neuzugang dieses Sommers präsentiert.
Der variabel einsetzbare Offensivmann kann Fortuna Düsseldorf nach dem Abstieg ablösefrei verlassen und hofft nach auch verletzungsbedingt nur 15 Einsätzen in der abgelaufenen Saison an der Bremer Brücke sicherlich auf mehr Spielanteile.
Wohl durchaus mit guten Chancen, hält der auf der Vereinshomepage zitierte Direktor Fußball Joe Enochs doch große Stücke auf den 21-Jährigen: „Luca bringt viel Geschwindigkeit mit, verfügt über eine athletische Statur, eine stattliche Körpergröße und enorme Entwicklungsfähigkeit. Er ist flexibel sowohl auf der rechten als auch auf der linken Schiene sowie hinter den Spitzen einsetzbar.“
Raimund ist ein möglicher Nachfolger für Lars Kehl, der zwar noch immer bei keinem anderen Verein unterschrieben hat, dessen Vertragsverlängerung aber auch nicht mehr wahrscheinlich ist.
Ablöseforderung wohl bei drei Millionen Euro
Die Verpflichtung Raimunds könnte aber auch ein Vorgriff auf einen anderen Abgang sein. Denn wie nun Sky berichtet, ist das Interesse anderer Vereine an Ismail Badjie nicht weniger geworden. Konkret soll inzwischen Eintracht Frankfurt die Fühler nach dem 20-Jährigen ausgestreckt haben, der in der vergangenen Saison neun Tore und eine Vorlage zum Osnabrücker Aufstieg beigetragen hat, indes bei insgesamt 32 Einsätzen nur neun Mal von Beginn an ran durfte.
Badjie, der das Etikett Edeljoker somit mit einiger Berechtigung trägt, wurde vor einigen Wochen zudem mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Es sollen sich aber noch weitere Klubs mit einer Verpflichtung des Deutsch-Gambiers beschäftigen.
Klar ist indes, dass der VfL Osnabrück den Youngster nicht ohne Weiteres ziehen lassen wird. Im Raum steht stattdessen eine Ablöse im Bereich von drei Millionen Euro, die zwar nicht vollends über einen Verlust Badjies hinwegtrösten, aber auch den Handlungsspielraum für eigene Transfers vergrößern würde.
