Vorschau: 1. FC Magdeburg vs. FC St. Pauli
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 08.11.2026
© IMAGO / Christian Schroedter
Als Tabellenfünfter befindet sich der 1. FC Magdeburg hinter dem Spitzenquartett in Lauerstellung und hat mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli die Möglichkeit, weiterhin weit oben dabei zu bleiben. Die Kiezkicker, die auf Rang acht und mit fünf Punkten weniger in den Spieltag gegangen sind, benötigen unterdessen einen Dreier, um den Anschluss an das vordere Tabellendrittel herstellen zu können.
1. FC Magdeburg: Mateusz Zukowski wohl dabei
Das erste Heimspiel der Saison hat der 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig (1:6) komplett vergeigt, danach aber alle vier Partien im eigenen Stadion mit bemerkenswerten 14:1-Toren gewonnen. Daran will die Mannschaft von Trainer Petrik Sander, die vergangene Woche im DFB-Pokal beim FC Bayern München (1:6) sowie beim SV Darmstadt 98 (1:1) auswärts zwei Mal sieglos geblieben ist, nun wieder anknüpfen.
Auch mit Blick auf die starke Vorstellung St. Paulis bei der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg am letzten Wochenende machte Sander auf der Pressekonferenz am Freitag keinen Hehl daraus, mit einer schwierigen Aufgabe zu rechnen: „Wir erwarten einen selbstbewussten Gegner. Dass St. Pauli das Spiel letzte Woche verloren hat, ist eigentlich nicht nachzuvollziehen. Das wird ihnen aber nicht ein zweites Mal passieren. Ich denke, dass St. Pauli aus dieser Art des Fußballs Stärke ziehen und so auch hier auftreten wird.“
Wohl wieder bauen kann Sander auf Torjäger Mateusz Zukowski, der nach auskurierter Schulterblessur anstelle von Roko Simic stürmen dürfte. Darüber hinaus sind in Abwesenheit der weiterhin fehlenden Lubambo Musonda und Momo Kwarteng keine Umstellungen zu erwarten.
Die voraussichtliche Aufstellung: Reimann – Nadjombe, Müller, Garcia MacNulty, Nollenberger – Hyryläinen, Müsel, Michel – Iyoha, Zukowski, Atik
FC St. Pauli: Mathisen und Kaars nur auf der Bank?
Im Rahmen der PK am Freitag blickte Marcel Rapp noch einmal zurück auf die bittere Pleite gegen Nürnberg: „Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war so, wie wir uns das vorstellen. Jetzt wollen wir noch besser im Torabschluss werden, dann wird das eine runde Geschichte“, hofft St. Paulis Trainer nun auf eine ähnliche Vorstellung seiner Elf verknüpft mit mehr Effizienz im letzten Drittel.
Noch keine Option für die Partie stellt Rony Jansson dar, der zwar mittlerweile voll mit der Mannschaft trainiert, aber noch Zeit benötigt. Mathias Pereira Lage und Gisli Thordarson sind weiterhin nicht einsatzfähig. Ricky-Jade Jones, der gegen Nürnberg krankheitsbedingt gefehlt hatte, steht dafür wieder zur Verfügung, muss sich im Angriff aber wohl hinten anstellen. Einiges spricht dafür, dass wieder Branimir Hrgota als Sturmpartner von Abdoulie Ceesay auflaufen wird.
Generell sind keine großen Änderungen im Vergleich zur Vorwoche zu erwarten, auch wenn der Konkurrenzkampf auf einigen Positionen tobt. Auch die beiden ehemaligen Magdeburger Marcus Mathisen und Martijn Kaars drängen ins Team, müssen bei der Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte aber wohl zunächst mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen.
Die voraussichtliche Aufstellung: Voll – Nemeth, Smith, Ritzka – Pyrka, Rasmussen, Fujita, Oppie – Metcalfe – Hrgota, Ceesay
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Sonntag, 13.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.45 Uhr in der ARD-Sportschau.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum „Beide treffen: Ja“ unser Werttipp ist:
Die 1.50 reflektiert Magdeburgs Heimstärke und St. Paulis Offensivqualität in einem offenen Spiel. Magdeburg hat zu Hause nach dem 1:6-Auftakt 14 Tore in vier Spielen erzielt — aber auch gegen Braunschweig gezeigt, dass die Defensive verwundbar sein kann. Zukowski kehrt nach Schulterblessur zurück und bringt frische Offensivkraft. St. Pauli hat gegen Nürnberg 1:3 verloren, aber Sander warnte auf der PK ausdrücklich: „Dass St. Pauli das Spiel letzte Woche verloren hat, ist eigentlich nicht nachzuvollziehen.“ Ein 2:1 oder 1:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf St. Pauli (2.80)
lebt von Rapps Auswärtsstärke und der Wiedergutmachung nach dem Nürnberg-Spiel. Rapp sprach von einer „runden Geschichte“, wenn seine Elf die Chancenverwertung verbessert — gegen Nürnberg fehlte nur die Effizienz. Hrgota neben Ceesay bringt Erfahrung und Abschlussstärke. Aber Magdeburgs 14:1-Tore in vier Heimspielen sprechen eine klare Sprache. Bei 2.80 fast dreifaches Geld — ein echtes Coin-Flip-Spiel laut Markt.
