Vorschau: FC St. Pauli vs. 1. FC Nürnberg
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 01.11.2026
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Seit sechs Partien ungeschlagen erwartet der FC St. Pauli am zehnten Spieltag den 1. FC Nürnberg, der seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg wartet und gerade das nach einer 2:0-Führung bittere Aus im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen (2:5) wegstecken musste. Der Club hat allerdings nach starkem Saisonstart dennoch sechs Punkte mehr auf dem Konto als St. Pauli und könnte einen potentiellen Konkurrenten im Aufstiegsrennen schon deutlich distanzieren. Auch, weil St. Pauli zwar seit sechs Begegnungen nicht mehr verloren hat, aber auch nur zwei dieser Spiele gewinnen konnte.
FC St. Pauli: Änderungen denkbar
St. Paulis Trainer Marcel Rapp zollte auf der Pressekonferenz am Freitag dem 1. FC Nürnberg Respekt für die bisherigen Leistungen in dieser Saison, ließ aber auch keinen Zweifel daran, die drei Punkte am Millerntor behalten zu wollen: „Für uns ist es ein Spiel gegen einen sehr guten Gegner, wo wir zeigen können, was wir drauf haben. Es ist jede Woche schwer, aber gegen Nürnberg nochmal besonders, weil sie sie einen wirklich guten Fußball spielen. Wir müssen alles abrufen und werden auch mal leiden müssen. Wir haben den Anspruch, zu gewinnen.“
Personelle Veränderungen im Vergleich zum torlosen Unentschieden am vergangenen Wochenende beim SV Darmstadt 98 schloss Rapp nicht aus und freute sich darüber, bis auf die Langzeitverletzten Mathias Pereira Lage und Gisli Thordarson erneut aus dem Vollen schöpfen zu können.
Während in der Defensive und auch im zentralen Mittelfeld Umstellungen eher unwahrscheinlich sind, könnte Rapp in der Offensive für neue Impulse sorgen. Lediglich Abdoulie Ceesay, der in Darmstadt rotgefährdet zur Pause in der Kabine geblieben ist, dürfte seinen Platz sicher haben. Anstelle des bislang glücklosen Youssoupha Niang könnte an der Seite Ceesays diesmal Martijn Kaars den Zuschlag erhalten. Und auf der Zehn ist nicht ausgeschlossen, dass Branimir Hrgota für Connor Metcalfe ran darf.
Die voraussichtliche Aufstellung: Voll – Nemeth, Smith, Ritzka – Pyrka, Rasmussen, Fujita, Oppie – Hrgota – Ceesay, Kaars
1. FC Nürnberg: Dreifache Rotation rückwärts
Miroslav Klose unternahm schon kurz nach dem Abpfiff am Mittwochabend in der BayArena den Versuch, das Pokal-Aus schnell abzuhaken. „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Das gehört im Pokal aber dazu. Man hofft auf ein besonderes Los und möchte möglichst lange im Wettbewerb bleiben. Trotzdem müssen wir jetzt nach vorne schauen“, so der Club-Coach, der der Niederlage in Leverkusen auch positive Aspekte abgewinnen konnte: „Wir nehmen aus dem Spiel viel mit und fokussieren uns auf Sonntag.“
In Abwesenheit der weiterhin schmerzlich vermissten Schlüsselspieler Finn Ole Becker und Mohamed Ali Zoma wird Klose im Vergleich zum Pokalspiel wohl drei Mal zurückrotieren. Andrea Ceresoli, William Böving und Sigurd Haugen, die alle drei zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für den FCN von Anfang an auf dem Feld standen, müssen wohl wieder weichen. Eric Porstner, Rayan Ghrieb und Piet Scobel dürften dafür in die Anfangsformation zurückkehren.
Mit Ghrieb und Zoma-Ersatz Rafael Lubach auf den offensiven Außenpositionen wird Julian Justvan voraussichtlich wieder die Zehner-Position besetzen.
Die voraussichtliche Aufstellung: Reichert – Janisch, Kalogeropoulos, Otto, Porstner – Markhiev, Fernandez – Justvan – Ghrieb, Scobel, Lubach
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Sonntag, 13.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.45 Uhr in der ARD-Sportschau.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum Unter 2.5 Tore unser Werttipp ist:
Die 2.15 bietet Value gegen den Markt (Über 2.5 bei 1.62). St. Pauli hat in den letzten sechs Spielen nur fünf eigene Tore erzielt — weniger als ein Tor pro Partie. Die Ungeschlagen-Serie basiert auf defensiver Stabilität, nicht auf Offensivfeuerwer. Nürnberg wiederum hat in Leverkusen zwar fünf Gegentore kassiert, aber gegen Zweitligisten in den letzten vier Ligaspielen nur drei Tore erzielt. Ohne Becker und Zoma fehlt dem Club die Kreativität, um St. Paulis kompakte Defensive zu knacken. Rapp betonte: „Wir müssen alles abrufen und werden auch mal leiden müssen“ — das klingt nach einem engen 1:0 oder 0:0.
Die Risikowette auf Nürnberg (3.10) lebt von der Kaderqualität trotz der Formkrise. 19 Punkte aus neun Spielen sind die zweitbeste Bilanz der Liga — vier Spiele ohne Sieg ändern nichts daran, dass Kloses Team über die Saison gesehen zu den besten der Liga gehört. Klose rotiert dreifach zurück auf die Liga-Startelf (Porstner, Ghrieb, Scobel), was für frischere Beine sorgt als bei St. Pauli, das am Mittwoch spielfrei war. Bei 3.10 dreifaches Geld — aber St. Paulis Heimstärke (sechs Spiele ungeschlagen) spricht für den FCSP.
