Vorschau: Hertha BSC vs. 1. FC Magdeburg
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 06.09.2026
Der gute Saisonstart, aber auch viele Magdeburger Fans füllen das Olympiastadion. © IMAGO / Nordphoto
Mit der perfekten Ausbeute von neun Punkten aus den ersten drei Spielen erwartet Hertha BSC am vierten Spieltag der 2. Bundesliga den 1. FC Magdeburg – und natürlich mit dem Ziel, den Traumstart noch weiter auszubauen. Magdeburg hat das Auftaktspiel gegen Eintracht Braunschweig (1:6) zwar völlig verpatzt, dann aber beim VfL Osnabrück (3:0) und gegen Holstein Kiel (2:0) zwei Mal ohne Gegentor gewonnen. Auf die Alte Dame wartet somit sicherlich keine einfache Aufgabe.
Hertha BSC: Neuzugang Nilsson zunächst wohl auf der Bank
Trotz des guten Saisonstarts erwartet Stefan Leitl seine Mannschaft erneut voll fokussiert und mit dem festen Willen, den nächsten Dreier einzufahren: „Ich glaube nicht, dass uns die momentane Situation nachlässig werden lässt. Es ist Fakt, dass wir Woche für Woche diese Intensität und Schlagzahl wie in den ersten Partien auf das Feld bringen müssen, um Spiele in dieser Liga zu gewinnen. Das hat immer die oberste Priorität für uns“, so der Hertha-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag.
Erstmals im Kader stehen wird der kurz vor Transferschluss vom Club Brügge ausgeliehene Gustaf Nilsson, der vermutlich aber zunächst auf der Bank Platz nehmen und als Joker für Sebastian Grönning bereitstehen wird. Ansonsten sind in Abwesenheit des nochmals rotgesperrten Deyovaisio Zeefuik, für den wieder Mads Pedersen links verteidigen wird, im Vergleich zum 5:3-Sieg in Braunschweig keine Änderungen zu erwarten.
Denkbar ist allenfalls, dass auf der Zehnerposition Oluwaseun Adewumi erstmals von Beginn an ran darf. In diesem Fall müsste Soufian Gouram weichen.
Die voraussichtliche Aufstellung: Gersbeck – Eitschberger, Gechter, Kolbe, Pedersen – Seguin, Sessa – Thorsteinsson, Gouram, Brekalo – Grönning
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1. FC Magdeburg: Bockhorn wieder spielberechtigt
Mit den jüngsten Erfolgen hat der 1. FC Magdeburg den Fehlstart gegen Braunschweig vergessen lassen und reist durchaus selbstbewusst in die Hauptstadt. Auf der PK am Freitag jedenfalls machte Trainer Petrik Sander deutlich, bei allem Respekt vor dem Gegner und dessen bisherigen Leistungen nicht mehr leeren Händen nach Hause fahren zu wollen: „Die Siege, die Hertha eingefahren hat, kommen nicht von ungefähr. Wir wollen am Sonntag unsere Zielstrebigkeit erhöhen, aber trotzdem Ruhe und Geduld bewahren. Dabei gilt es auch, den anderen etwas zu überraschen.“
Auch wenn der Erfolg vergangene Woche gegen Holstein Kiel ein hartes Stück Arbeit und spielerisch einige Luft nach oben vorhanden war, dürfte Sander personell nicht allzu viel verändern. Vorstellbar ist aber ein Wechsel auf der rechten Abwehrseite, auf der Pierre Nadjombe gegen Kiel nicht seinen besten Tag erwischte. Herbert Bockhorn, der nach abgesessener Rotsperre wieder spielberechtigt ist, könnte dafür in die Mannschaft rücken.
Nicht einsatzfähig ist nur der Langzeitverletzte Lubambo Musonda, sodass auch ohne einen Last-Minute-Zugang Alternativen vorhanden sind. Etwa der vom FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez, der gegen Kiel noch 90 Minuten auf der Bank blieb, nun aber im Laufe der Partie das Mittelfeld beleben könnte.
Die voraussichtliche Aufstellung: Reimann – Bockhorn, Garcia MacNulty, Müller, Nollenberger – Hyryläinen, Kwarteng, Michel – Iyoha, Zukowski, Atik
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Sonntag, 13.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.45 Uhr in der ARD-Sportschau.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum Über 2.5 Tore unser Werttipp ist: Die 1.64 bietet soliden Value für ein Spiel, in dem der Tabellenführer auf ein offensivstarkes Magdeburg trifft. Hertha hat in drei Spielen zehn Tore erzielt — 3,3 pro Partie, mit Abstand der Bestwert der Liga. Herthas Problem ist allerdings die Defensive: Vier Gegentore in drei Spielen zeigen, dass die Alte Dame hinten verwundbar bleibt. Magdeburg hat sechs Tore erzielt und sechs kassiert — eine ausgeglichene Bilanz, die auf ein Team hindeutet, das offensiv mitspielt statt sich zu verstecken. Beide treffen bei 1.41 bestätigt: Der Markt erwartet Tore auf beiden Seiten. Ein 3:1 oder 2:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis — und beides liegt über 2.5.
Die Risikowette auf Magdeburg (3.60) lebt von Herthas defensiver Anfälligkeit. Vier Gegentore in drei Spielen für einen Tabellenführer — das ist keine Spitzenteam-Bilanz. Magdeburg hat in der Vorsaison in Berlin gepunktet und bringt mit sechs Punkten aus drei Spielen das Selbstvertrauen eines Teams mit, das sich auf Augenhöhe sieht. Wenn der FCM früh trifft und Hertha unter Druck gerät, könnte die defensive Instabilität zum Problem werden. Bei 3.60 über dreieinhalbfaches Geld für ein Team, das auswärts deutlich stärker ist als die Quote vermuten lässt.
