1. FC Kaiserslautern: Bald ein Luxusproblem im Angriff?

Milos Lukovic gänzt mit Effizienz, Ivan Prtajin als Joker

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 29.10.26 | 07:29
© IMAGO / Jan Huebner

Einige Sturmalternativen zur Auswahl: Torsten Lieberknecht. © IMAGO / Jan Huebner

Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Erfolgsserie weiter ausgebaut. Mit einem 2:0-Sieg bei Hannover 96 zogen die Roten Teufel am Mittwochabend ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein und sind nun seit bemerkenswerten fünf Pflichtspielen, von denen vier gewonnen wurden, ohne Gegentor.

Rundum überzeugend war der Auftritt in der niedersächsischen Landeshauptstadt indes nicht, wie der von Der Betze brennt zitierte Trainer Torsten Lieberknecht nach Spielschluss freimütig einräumte: „Ich halte es relativ kurz: Effizienz schlägt starke Hannoveraner. Mehr braucht man nicht zu sagen. Wir wissen schon, dass wir heute der glücklichere Sieger sind, weil uns Hannover in vielen Phasen des Spiels vor enorme Probleme gestellt hat.“

Für die Effizienz sorgten ein erneut starker Julian Krahl im Tor und am anderen Ende des Spielfeldes zwei Angreifer. Milos Lukovic brachte den FCK bei seinem erst dritten Einsatz bereits zum zweiten Mal mit 1:0 in Führung un Ivan Prtajin gelang bei seinem zehnminütigen Pflichtspielcomeback neun Monate nach einem Ende Januar erlittenen Achillessehnenriss mit dem 2:0 die Entscheidung.

Vier Stümer für nur einen Startplatz

Prtajin, der seine Qualitäten in der 2. Bundesliga schon hinreichend bewiesen hat und in Top-Form zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor im mittlerweile alles andere als unwahrscheinlichen Mitmischen im Aufstiegsrennen werden könnte, musste sich in den vergangenen Wochen noch in Geduld üben. Lieberknecht wollte und will beim 30 Jahre alten Kroaten einen Rückschlag tunlichst vermeiden, doch spätestens mit dem Joker-Tor in Hannover wird sich Prtajin nicht mehr lange ausbremsen lassen.

Weil auch Lukovic auf einem guten Weg ist, es zudem beim vergangenen Samstag im Spiel beim 1. FC Nürnberg zum Matchwinner avancierten, dann aber verletzt ausgewechselten Erencan Yardimci die erhoffte Entwarnung gab, steht Lieberknecht im Angriff vor einem Luxusproblem. Nimmt man noch den bisher glücklosen Mergim Berisha hinzu, bewerben sich vier Akteure um in der Regel nur einen Platz im Sturmzentrum.

Einerseits eine Situation, die auf Dauer nicht ganz einfach zu moderieren sein wird. Andererseits aber auch eine Auswahl, die immer auch die Möglichkeit bietet, von der Bank nachzulegen und je nach Spielsituation unterschiedliche Stürmertypen zu bringen.

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