1. FC Köln: Johannes Geis auf dem Weg zur zentralen Figur?

Sechser überzeugt bei seiner Heimpremiere

Johannes Geis (r.) im Duell mit Christopher Buchtmann

Heimdebüt mit einer Vorlage und einem vorletzten Pass: Johannes Geis. ©Imago/mika

Natürlich war Jhon Cordoba mit seinen drei Toren zum 4:1-Sieg am Freitagabend gegen den FC St. Pauli der Mann des Tages beim 1. FC Köln, der im Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter aber eine fast rundum gelungene Vorstellung ablieferte.

Abgesehen von einer kurzen Phase nach der 1:0-Führung, die prompt mit dem wieder einmal aus einem ruhenden Ball resultierenden Ausgleich bestraft wurde, hatten die Geißböcke das Geschehen komplett unter Kontrolle und ließen den Kiez-Kickern kaum Luft zum Atmen. Wesentlichen Anteil daran hatte Winterneuzugang Johannes Geis, der nach einem durchwachsenen Debüt bei Union Berlin (0:2) eine starke Heimpremiere ablieferte.

Geis überzeugt defensiv wie offensiv

Der 25-Jährige leitete die wichtige 2:1-Führung durch Cordoba mit einem Traumpass über 50 Meter auf Christian Clemens ein und bereitete das 3:1, wiederum durch Cordoba, per Freistoßflanke war. Doch auch abgesehen von diesen beiden Torbeteiligungen hat Geis angedeutet, zum Volltreffer werden zu können.

Der Sechser, der das zentrale Mittelfeld gemeinsam mit Jonas Hector spielerisch dominierte, überzeugte nicht nur mit seinen hervorstechenden Passqualitäten, sondern auch in der Balleroberung. Mehrfach war Geis gedanklich schneller als der Gegner und konnte mögliche Konter so schon im Keim ersticken.

Und genau das war der Plan, wie Geis gegenüber dem geissblog.koeln verriet: „Nach Ballverlusten haben wir direkt nachgeschoben und kompakt gestanden. Wir wussten um die Konterstärke von St. Pauli, deswegen wollten wir das schon vorne unterbringen.“

Zugleich räumte Geis auch selbstkritisch ein, beim Gegentor Sami Allagui zugeteilt gewesen zu sein, dessen Kopfball Timo Horn nur vor die Füße von Alexander Meier abwehren konnte. Luft nach oben besteht also durchaus noch, wobei man am Freitagabend zumindest erahnen konnte, warum der FC Schalke 04 im Sommer 2015 für den nun zum Nulltarif abgegeben Geis rund 10,5 Millionen Euro Ablöse an den 1. FSV Mainz 05 überwiesen hat.

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