1. FC Union Berlin: Geht im Endspurt die Luft aus?

Paderborn rückt auf drei Punkte heran

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 11.09.20 | 09:13
Sebastian Polter

Schwacher Trost: Sebastian Polter meldete sich mit dem späten Ehrentreffer zurück © Imago

Zum zweiten Mal in Folge hat der 1. FC Union Berlin einen Ausrutscher des Hamburger SV nicht nutzen können. Nachdem die Eisernen vor der Länderspielpause beim 1. FC Heidenheim (1:2) verloren, setzte es am gestrigen Samstag gegen den SC Paderborn (1:3) die erste Heimniederlage nach zuvor 20 ungeschlagenen Partien an der Alten Försterei.

„ Wir haben es dem Gegner heute viel zu einfach gemacht. ”
Urs Fischer

Und diese Niederlage ging durchaus in Ordnung, wie auch Trainer Urs Fischer nach der Begegnung auf der vereinseigenen Webseite einräumte: „Ich ärgere mich nicht zwingend, dass unsere Heimserie gerissen ist, sondern mehr über die Art und Weise. Wir haben es dem Gegner heute viel zu einfach gemacht und hatten viele individuelle Fehler, die zu Chancen und Toren für Paderborn geführt haben.“

Zugleich richtete Fischer aber auch schon den Blick nach vorne auf die nächste Aufgabe, die es bei Dynamo Dresden allerdings auch in sich hat: „Wir müssen heute nicht groß nach Ausreden suchen, sondern die Partie so akzeptieren, den Mund abputzen und es im nächsten Versuch besser machen.“

Sebastian Polter als Lichtblick

Nichtsdestotrotz muss in Dresden eigentlich ein Dreier her, um nicht Gefahr zu laufen, die ersten beiden Plätze aus den Augen zu verlieren. Und auch, um den Vorsprung auf Platz vier zu wahren, der nun nur noch drei Punkte auf den SC Paderborn beträgt. Sollte Holstein Kiel heute beim 1. FC Köln gewinnen, wären es sogar nur noch zwei Zähler.

Vor allem aber muss Union den inzwischen wieder zahlreicheren Skeptikern beweisen, auch mental das Zeug für den Aufstieg zu haben. Auch wenn es aktuell so scheint, als würde den Eisernen nach einer lange richtig starken Saison ausgerechnet in der heißen Phase die Luft ausgehen, ist die Ausgangsposition weiter gut.

Und mit der Rückkehr von Sebastian Polter, der nach zweimonatiger Verletzungspause zur Schlussviertelstunde eingewechselt wurde und in der Nachspielzeit noch den 1:3-Ehrentreffer markierte, gab es am Samstag trotz der bitteren Niederlage auch noch einen Lichtblick.

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