Die besten Stürmer der zweiten Bundesliga – Talent oder Glück?
© IMAGO / foto2press – Die Torjägerkanone
Beim Fußball in Deutschland ist das Augenmerk fast immer starr auf die erste Bundesliga gerichtet. Aber auch in der Liga darunter gibt es sagenhaften Sport zu bewundern. Und beim Fußball dreht sich ja alles um Tore, daher interessieren sich die Fans brennend für die besten Stürmer in der Liga. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Manche der Top Angreifer profitieren nämlich nicht wenig vom Team und den Umständen.
So sieht die Tabelle aus
Eines ist klar: Schalke ist auf Aufstiegskurs. Das ist auch den Fans von 2. Bundesliga Wetten klar. Mit 67 Punkten führen die blauen Jungs souverän die Liga an. Dabei sind sie weniger dicht gefolgt vom SV Elversberg. Mit 59 Punkten ist die Meisterschaft zwar in weiter Ferne, für den Aufstieg sollte es dann aber dennoch reichen. Gleichauf sind die Teams von Hannover 96 und Paderborn, sodass der zweite, dritte und vierte Platz gleich auf sind. Die Tordifferenz wird dann den Unterschied machen. Auf dem fünften Platz ist dann Darmstadt mit von der Partie, ist aber was die Aufstiegsplätze angeht ziemlich aus dem Rennen.
Die Spieler mit den meisten Treffern
Auf der Liste steht Noel Futkeu von Greuther Fürth ganz oben. In der gegenwärtigen Spielzeit hat er den Ball insgesamt 19 mal im Netz versenkt. Dicht auf kommt dann Isac Lidberg aus Darmstadt, der 17 mal getroffen hat. Gleich auf liegt Mateusz Zukowski mit ebenfalls 17 Treffern. Den SC Paderborn vertritt Filip Bilbia mit 15 Toren in dieser Saison. Ebenfalls mit 15 Toren dabei sind Cedric Iften von Fortuna Düsseldorf und Marvin Wanitzek vom Karlsruher SC. Man kann sehen, dass es in der zweiten Bundesliga auf keinen Fall an Toren mangelt.
Wo liegt das wahre Talent?
Man erkennt schnell, dass Noel Futkeu von Greuther Fürth ein echtes Ausnahmetalent ist. Denn er schießt nicht nur Tore, sondern tut das auch noch effizient. Seine Leistung bleibt über mehrere Spiele konstant und hat keine Ausbrecher in der Statistik zu verzeichnen. Marvin Wanitzek ist auf jeden Fall sehr talentiert, profiziert aber auch von den Umständen seines Teams. Wer auf der Suche nach einem Geheimtipp ist, der sollte sein Augenmerk auf Filip Bilbia richten. Der Stürmer vom SC Paderborn empfiehlt sich mit seiner gegenwärtigen Leistung durchaus für Höheres. Falls Paderborn in der nahen Zukunft einmal den Aufstieg schaffen sollte, ist er für die Bundesliga gewappnet. Und falls nicht, könnte er dennoch die Aufmerksamkeit eines großen Clubs auf sich ziehen.
Welche Spieler haben eher glückliche Umstände?
Sieht man sich einmal die Liste der Torschützen an, dann ist es Isac Lidberg vom SV Darmstadt, der ein wenig aus der Reihe fällt. Natürlich ist er ein sehr guter Spieler, stützt sich aber sehr stark auf den Schwung des Moments. Viele seiner Tore kommen von Einzelaktionen, die nicht die gesamten Ressourcen des Teams nutzen. Auch Mateusz Zukowski wirkt auf Papier ein wenig besser als in Realität. Er ist besonders in chaotischen Spielen zu Hause. Auch die Qualität seiner Schüsse kann etwas variieren, hier mangelt es einfach noch an der Effizienz.
Was lässt sich aus diesen Erkenntnissen für die ganze Liga ablesen?
Natürlich sind hohe Zahlen immer eindrucksvoll, besonders wenn es um Tore geht. Was aber viel wichtiger für die Einschätzung eines Spielers ist, ist die konsistente Leistung über einen längeren Zeitraum hinweg. Einmal pro Spiel zu treffen ist besser, als 3 mal und dann zweimal gar nicht. Zusätzlich achten Scouts auch vermehrt auf die Einbindung ins Team, denn auf der höchsten Ebene muss man dann einfach gut zusammenspielen können. Letztlich müssen Stürmer heute auch in etwa die Tore schießen, die von ihnen im Vorhinein erwartet werden.
Das bringen die Stürmer der Zukunft mit
Flexibilität ist heute ein wesentliches Kriterium für einen Top Stürmer. Er muss in der Lage sein, bei der passenden Gelegenheit zu einer waghalsigen Einzelaktion auszubrechen, kann aber gleichzeitig einen Schritt zurücktreten und den Ball an den günstiger aufgestellten Kollegen abgeben. Die Stürmerstars der Vergangenheit sind heute nicht mehr wirklich gefragt, moderne Coaches entscheiden sich in erster Linie für Teamplayer. Außerdem ist eine Top Konditionierung und beste physische Form von immenser Bedeutung. Ein Stürmer ist heute Teil des Spielaufbaus und wartet nicht nur einfach auf einen guten Pass zum Abstauben. Mit einem harten Schuss ist es also heute nicht mehr getan.