Dynamo Dresden: Brooklyn Ezeh noch nicht angekommen

Neuzugang nur mit einem Kurzeinsatz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 01.10.26 | 08:01
© IMAGO / STEINSIEK.CH

Brooklyn Ezeh stand für Dynamo nur in der Schlussphase gegen Bochum auf dem Feld. © IMAGO / STEINSIEK.CH

Bereits am 10. Juni gab Dynamo Dresden die Verpflichtung von Brooklyn Ezeh bekannt, der damit der erste der am Ende 14 Neuzugänge war, die in der Sommertransferperiode in Elbflorenz aufschlugen. Der frühe Zeitpunkt, zu dem der ablösefreie Transfer abgewickelt wurde, spricht dafür, dass sich die Dresdner Verantwortlichen einiges von Ezeh versprochen haben, der knapp vier Monate später aber noch immer nicht richtig angekommen zu sein scheint.

An den ersten sechs Spieltagen schaffte es Ezeh, der in der vergangenen Saison auch in Folge von persönlichen Problemen nicht für Hannover 96 zum Einsatz gekommen ist, sondern lediglich fünf Mal für die Zweitvertretung der Niedersachsen in der Regionalliga Nord auflief, nur zwei Mal in den Spieltagskader von Trainer Thomas Stamm. Auf dem Feld stand der 25-Jährige dann auch nur in der Schlussphase der mit 1:2 gegen den VfL Bochum verlorenen Partie am 5. September.

Rossipal als Konkurrent

Mit Alexander Rossipal hat Ezeh auf der linken Abwehrseite einen gestandenen Profi vor sich, der vergangene Saison mit vier Toren und neun Vorlagen in 28 Einsätzen vor allem auch offensiv ein wichtiger Faktor war. In der laufenden Spielzeit verbucht Rossipal inklusive DFB-Pokal immerhin schon drei Assists, konnte indes im Kerngeschäft nicht immer überzeugen und lieferte etwa beim 1. FC Heidenheim (3:5), gegen Bochum und zuletzt auch gegen Hertha BSC (1:2) schwächere Spiele ab.

Kurzfristig ist zwar nicht davon auszugehen, dass Stamm seine Viererkette auf der linken Seite umbaut, doch dass der Dynamo-Coach grundsätzlich keine Veränderungen im Defensivbereich scheut, hat die Aufstellung gegen Hertha BSC mit Simon Straudi und Till Neininger gezeigt.

Ob Ezeh, für den Hannover im Sommer 2023 stattliche 800.000 Euro Ablöse an den SV Wehen Wiesbaden überwiesen hat, in Dresden bzw. generell noch einmal in die Spur findet, lässt sich schwer einschätzen. Klar ist aber, dass der in Hamburg geborene Deutsch-Nigerianer in de 2. Bundesliga wohl nicht mehr allzu viele Chancen erhalten würde, sollte es auch bei der SGD nicht klappen.

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