Eintracht Braunschweig: Ein (zu) kleiner Schritt in die richtige Richtung?
Zumindest die Basics stimmen gegen Cottbus wieder
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: Lars Kornetka. © IMAGO / Darius Simka
Nachdem es nicht gelungen ist, den Derbysieg gegen Hannover 96 (2:0) zu vergolden, sondern stattdessen mit einer schwachen Vorstellung bei Arminia Bielefeld (1:3) verloren worden ist, stand Eintracht Braunschweig vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen Energie Cottbus wieder unter Druck. Diesem hielt die Mannschaft von Trainer Lars Kornetka zumindest teilweise stand und verbuchte mit einem defensiv wieder deutlich stabileren Auftritt immerhin ein torloses Unentschieden, das gegen einen Konkurrenten auf tabellarischer Augenhöhe allerdings sicher nicht das im Vorfeld erhoffte Ergebnis war.
„So kurz nach dem Spiel fühlt es sich an, als wären es eher zwei verlorene statt einem gewonnenen Punkt“, ordnete Robin Heußer das Resultat auf der Vereinshomepage so ein wie die meisten Fans, die bei unangenehmen Temperaturen auch keine erwärmende Darbietung auf dem Spielfeld geboten bekamen. „Wenn wir so viel investieren und dann auch die Bälle gewinnen, dann muss es fackeln, dann muss zumindest ein Abschluss rauskommen“, sprach der Mittelfeldmann zugleich das größte Manko im Braunschweiger Spiel an.
Hartes Programm nach der Pause
Auch Ron-Thorben Hoffmann, der mit der im Vergleich zum Bielefeld-Spiel stark verbesserten Defensivarbeit einverstanden war, bemängelte das eigene Offensivspiel: „Wir haben falsche Entscheidungen getroffen, waren oft unsauber. Ich würde schon sagen, dass wir einige gute Situationen hatten, aber die waren nicht klar genug.“
Für Lars Kornetka ging das „Unentschieden schon so in Ordnung“, während der Eintracht-Trainer positiv hervorhob, dass die Basics wieder stimmten: „Aufwand, Engagement, gute Trainingsleistungen und vor allem Spielwille und Spielwitz lohnen sich, das ist eine wichtige Botschaft, die wir mitnehmen können in die nächsten Spiele.“
Nach der Länderspielpause warten auf die Eintracht beim 1. FC Nürnberg und gegen den VfL Wolfsburg indes zwei äußerst schwierige Aufgaben. Mit Blick auf dieses Programm wäre gegen Cottbus eigentlich mehr als ein Punkt nötig gewesen. Denn Tabellenplatz elf liest sich für den Moment ordentlich, doch dass Schlusslicht Holstein Kiel nur drei Punkte weniger auf dem Konto hat und wie fast alle hinter der Eintracht rangierenden Teams am Wochenende noch punkten kann, macht den Ernst der Lage deutlich.
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