Vorschau: Arminia Bielefeld vs. Eintracht Braunschweig
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 30.10.2026
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Zum Auftakt des zehnten Spieltages der 2. Bundesliga stehen sich mit Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig zwei Tabellennachbarn im Mittelfeld der Liga gegenüber, deren oberstes Ziel es ist, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Daran ändern auch die aktuellen Ränge neun und zehn nichts, ist damit doch nur ein dünner Vorsprung von drei bzw. zwei Punkten auf die Mannschaften unter dem Strich verbunden. Der Gewinner der Partie könnte sich aber zumindest ein wenig mehr Luft verschaffen.
Arminia Bielefeld: Offensiver als in Berlin
Oliver Kirch ließ auf der Pressekonferenz am Mittwoch keinen Zweifel daran, dass auf dem Konto von Arminia Bielefeld am späten Freitagabend möglichst drei zusätzliche Punkte stehen sollen: „Wir wissen, dass wir zu Hause schwer zu schlagen sind, immer nah an Siegen dran sind und diese auch häufig geholt haben. Das ist auch das Ziel für das Wochenend“, so der DSC-Coach, der eine andere Herangehensweise als vergangene Woche bei der bitteren 0:1-Niederlage bei Hertha BSC ankündigte: „Die Ausrichtung wird offensiver sein, sowohl personell als auch taktisch. Es geht darum, Torchancen herauszuspielen.“
Bis auf David Min, hinter dessen Mitwirken in Folge seiner Oberschenkelproblematik noch ein Fragezeichen steht, der aber ohnehin kein Kandidat für die Startelf wäre, kann Kirch personell aus dem Vollen schöpfen.
Wohl auf Kosten von Joel Felix, der in Berlin Teil einer Dreierkette war, ist mit einer Viererabwehrreihe zu rechnen. Dadurch entsteht Platz für eine zusätzliche Offensivkraft. Wahrscheinlich, dass Jannik Rochelt den linken Flügel übernimmt und dafür Marius Wörl ins Mittelfeld zurückgezogen wird. Dort wären Sam Schreck und Marvin Mehlem weitere Optionen.
Die voraussichtliche Aufstellung: Kersken – Hagmann, Großer, Bauer, Sicker – Russo – Jensen, Wörl – Momuluh, Grodowski, Rochelt
Eintracht Braunschweig: Ron-Thorben Hoffmann einsatzbereit
Mit dem Derbysieg gegen Hannover 96 (2:0) im Rücken und natürlich mit dem Ziel, diesen prestigeträchtigen Dreier zu vergolden, reist Eintracht Braunschweig nach Bielefeld. Allerdings ohne Samuele Di Benedetto, der mit seiner gegen Hannover erlittenen Knieverletzung das ohnehin schon gefüllte Lazarett noch weiter vergrößert hat.
Wie Di Benedetto stehen auch Frederik Jäkel, Isidoros Koutsidis, Lino Tempelmann und Maximilian Entrup weiterhin nicht zur Verfügung. Dafür aber hatte Trainer Lars Kornetka auf der PK am Donnerstag in Sachen Ron-Thorben Hoffmann Positives zu vermelden. Der Schlussmann hat sich nach einem Volltreffer im Gesicht rasch erholt und ist nach Durchlaufen sämtlicher neurologischer Tests schnell wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Hoffmann wird so auch in Bielefeld im Tor stehen und seinen Stellvertreter Benjamin Uphoff wieder auf die Bank verdrängen.
Auch ansonsten dürfte Trainer Kornetka wenig Anlass zu Veränderungen sehen und der erfolgreichen Derbyformation erneut das Vertrauen schenken.
Die voraussichtliche Aufstellung: Hoffmann – Aydin, Ehlers, Hoti, Di Michele Sanchez – Flick – Zé, Marie, Opoku – Urbich, Sturm
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Freitag, 18:30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.30 Uhr bei ARD One.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum „Beide treffen: Ja“ unser Werttipp ist:
Die 1.56 passt zur taktischen Umstellung auf beiden Seiten. Bielefeld wechselt von Dreier- auf Viererkette und wird offensiver — Rochelt kommt auf den Flügel, Wörl rückt ins Mittelfeld. Das erzeugt mehr Offensivpräsenz, öffnet aber auch Räume für Braunschweigs Konter über Urbich und Sturm, die beim 2:0 gegen Hannover beide getroffen haben. Braunschweig hat allerdings mit Di Benedetto (Knieverletzung) neben Jäkel, Koutsidis, Tempelmann und Entrup fünf Ausfälle — die Kaderbreite ist dünn. Ein 2:1 oder 1:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf Braunschweig (3.75) lebt vom Derbyschwung nach dem 2:0 gegen Hannover und der unveränderten Startelf. Kornetka hat keinen Grund umzustellen — Hoffmann steht nach seiner Gesichtsverletzung wieder im Tor, die Derbyformation ist eingespielt. Bielefelds Systemwechsel auf Viererkette birgt das Risiko fehlender Abstimmung. Bei 3.75 fast vierfaches Geld — aber Bielefelds Heimstärke („zu Hause schwer zu schlagen“, so Kirch) spricht für den DSC.
