Eintracht Braunschweig: Endspiel(e) für Heiner Backhaus?
Der Druck auf den Trainer ist wieder gewachsen
Nicht zum ersten Mal im Blickpunkt: Heiner Backhaus. © IMAGO / Jan Huebner
Mit dem 1:0-Sieg am 20. Spieltag gegen den Karlsruher SC hat sich Eintracht Braunschweig ein Polster von vier Punkten auf den Relegationsplatz verschafft und schien auf einem guten Weg, den Klassenerhalt vielleicht sogar frühzeitig schaffen zu können. Seitdem allerdings hat der BTSV aus vier Partien nur einen weiteren Zähler auf der Habenseite verbuchen können und muss zudem wochenlang auf den verletzten Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann verzichten.
Die Abstiegssorgen an der Hamburger Straße sind damit wieder rasant gewachsen, zumal mit der 1:2-Heimniederlage am vergangenen Wochenende im Big-Point-Spiel gegen den direkten Konkurrenten Preußen Münster der Sturz auf den Relegationsplatz einherging.
Durch den neuerlichen Negativtrend ist nicht zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer Trainer Heiner Backhaus verstärkt in den Fokus gerückt. Der 44 Jahre alte Fußball-Lehrer ist im Umfeld alles andere als unumstritten, ist doch über die gesamte Saison gesehen keine wirkliche Weiterentwicklung zu erkennen. Vielmehr greift Backhaus‘ Ansatz mit hoher Intensität und aggressivem Pressing bei weitem nicht immer. Und weil offenkundig ein Plan B fehlt, ist die Eintracht vergleichsweise leicht auszurechnen.
Entscheidende Phase vor der Länderspielpause
Wie in einer schwierigen Phase im Herbst stehen die Verantwortlichen um Geschäftsführer Benjamin Kessel aber weiter zum Training, allerdings wohl nicht mehr vorbehaltlos. Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, bleibt Backhaus erst einmal im Amt, allerdings auch unter besonderer Beobachtung.
Bleibt am Samstag beim SC Paderborn das erhoffte Erfolgserlebnis aus, sind Konsequenzen denkbar, wenn auch noch nicht zwingend. Sollte die Eintracht anschließend bis zur Länderspielpause auch gegen Fortuna Düsseldorf und im Derby bei Hannover 96 nicht entscheidend punkten, könnte es für Backhaus aber eng werden und die Klubführung den letzte, halbwegs passenden Zeitpunkt nutzen, um von außen einen Impuls zu setzen.
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