Eintracht Braunschweig: Faride Alidou am Scheideweg

Winterzugang in Elversberg gar nicht im Kader

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.26 | 07:09
© IMAGO / Darius Simka

Bisher keine Verstärkung: Faride Alidou. © IMAGO / Darius Simka

Anstatt den 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC am 20. Spieltag zu bestätigen und sich weitere Luft zu verschaffen, ist Eintracht Braunschweig in den vergangenen Wochen mit nur einem Punkt aus drei Spielen dem Klassenerhalt nicht wirklich näher gekommen und muss stattdessen bei lediglich zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und auch nur drei Zählern zum ersten Abstiegsrang sorgenvoll nach unten blicken.

Am Sonntag kommt nun mit Preußen Münster ein direkter Konkurrent im Ringen um den Ligaverbleib an die Hamburger Straße, der momentan als Tabellenfünfzehnter zwei Punkte weniger auf dem Konto hat und mit einem Sieg etwas distanziert werden könnte. Nichts anderes ist das Ziel, zumal danach beim SC Paderborn wieder eine hohe Auswärtshürde wartet.

Mit welchem Personal die Eintracht die Partie gegen Münster in Angriff nehmen wird, darf nach den deutlichen Worten von Trainer Heiner Backhaus im Anschluss an die 1:3-Niederlage am vergangenen Wochenende bei der SV Elversberg mit einer gewissen Spannung erwartet werden. Neben den jüngsten Eindrücken aus dem Gastspiel im Saarland dürften für die Startelf und die Kaderbesetzung auch die Trainingseindrücke der kommenden Tage eine Rolle spielen.

Auch Anas Bakhat nicht im Kader

Ob sich dann mit Anas Bakhat und Faride Alidou zwei für das Elversberg-Spiel gar nicht berücksichtigte Winterzugänge wieder empfehlen können, bleibt abzuwarten – insbesondere in Bezug auf Alidou. Waren die Erwartungen an den aus einer halbjährigen Vereinslosigkeit geholten Bakhat von Anfang an eher gering, so war der vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Alidou eigentlich schon als potentiell wichtiger Faktor angedacht.

Der 24-Jährige allerdings enttäuschte bei seinem Debüt gegen den 1. FC Magdeburg (0:3), Auswechselung zur Pause inklusive, und kam dann drei Mal noch von der Bank ohne Akzente setzen zu können. Schon das 2:2 gegen Darmstadt 98 musste der Offensivmann dann 90 Minuten von draußen verfolgen und durfte die Reise nach Elversberg gar nicht antreten.

Ob Alidou, der auf immerhin 41 Bundesliga-Spiele (vier Tore, eine Vorlage) zurückblicken kann und für Eintracht Frankfurt einst bei fünf Einsätzen in der Champions League sogar auf ganz großer Bühne getroffen hat, noch zu einer Verstärkung wird, zweifeln in Braunschweig mittlerweile nicht wenige Beobachter an. Eine feste Verpflichtung, die mittels Kaufoption möglich wäre, gilt aktuell als nahezu ausgeschlossen. In Kaiserslautern freilich hat Alidou auch keine echte Perspektive mehr und steht ein Stück weit am Scheideweg seiner Karriere.

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