Eintracht Braunschweig: Johan Gomez spätestens im Sommer nicht mehr zu halten?

Heiner Backhaus rechnet mit einem Wechsel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 15.02.26 | 07:27
© IMAGO / Beautiful Sports

Erstes Saisontor gegen Darmstadt: Johan Gomez. © IMAGO / Beautiful Sports

Natürlich war es ärgerlich, die 2:0-Pausenführung nicht über die Zeit gebracht zu haben, doch immerhin hat Eintracht Braunschweig mit dem 2:2 gegen den SV Darmstadt 98, der als Tabellenführer an die Hamburger Straße gekommen war, den Vorsprung von zwei Punkten auf den Relegationsplatz gewahrt.

Der Weg zum Klassenerhalt ist zwar noch weit, vor allem weil in den nächsten Wochen auswärts fast ausschließlich Aufstiegsanwärter warten, doch ist auch Anlass zur Zuversicht vorhanden. Nicht zuletzt, weil die Basics einmal mehr stimmten, wie Trainer Heiner Backhaus anschließend auf der Vereinshomepage lobte: „Wir sind acht Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Das war erwartbar, so wie die Woche auch in der Kommunikation war. Das ist der Mutterboden für die Punkte, die wir holen.“

Vertrag läuft noch bis 2027

Hadern dürfte die Eintracht bei der Analyse derweil auch damit, dass die Chancen nicht genutzt wurden, den Darmstädter Anschlusstreffer zu kontern. Doch Erencan Yardimci und Johan Gomez verpassten jeweils das 3:1, das womöglich die Vorentscheidung zugunsten der Eintracht bedeutet hätte.

Bei Gomez, der im bisherigen Saisonverlauf im Abschluss sehr unglücklich agierte, ist im 20. Spiel aber dennoch der Knoten geplatzt. Der US-Amerikaner spitzelte einen weiten Einwurf von Jovan Mijatovic zum 2:0 ins Braunschweiger Tor, bewies indes auch darüber hinaus seinen Wert für die Mannschaft – und lieferte einen weiteren Grund dafür, warum die Braunschweiger Verantwortlichen um Geschäftsführer Benjamin Kessel bislang nicht gewillt sind, ein Angebot von Chicago Fire anzunehmen.

Coach Backhaus kennt die Offerte natürlich auch und erklärte gegenüber der Braunschweiger Zeitung erst allgemein, dass die Möglichkeiten der Eintracht begrenzt sind, wenn finanzkräftige Klubs auf den Plan treten. „Jetzt hat er so ein Angebot gerade. Und so werden wir den Jungen wahrscheinlich spätestens im Sommer verlieren“, ging der BTSV-Coach dann auch auf Gomez ein und deutete an, dass der 24-Jährige seinen bis 2027 laufenden Vertrag eher nicht erfüllen wird.

Kurzfristig und vor dem Transferschluss in den USA am 26. März allerdings wird die Eintracht Gomez kaum ziehen lassen. Es sei denn, die Backhaus-Elf legt bis dahin eine Siegesserie hin und ist dann in Sachen Klassenerhalt schon weitgehend durch.

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