Eintracht Braunschweig: Neuer Druck bei der Suche nach Verstärkung

Verpatzter Rückrundenstart schürt die Abstiegssorgen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 17.01.26 | 07:57
© IMAGO / Jan Huebner

Ernüchterung nach der Pleite gegen Magdeburg, aber noch Zeit auf dem Transfermarkt: Benjamin Kessel. © IMAGO / Jan Huebner

Auch wenn die Vorbereitung wegen des vom VfL Bochum kurzfristig abgesagten Testspiels nicht optimal verlaufen ist, war bei Eintracht Braunschweig dank des guten Endspurts vor Weihnachten mit zehn Punkten aus vier Spielen vor dem Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Magdeburg eine ordentliche Portion Zuversicht vorhanden. Verlaufen ist das erste Pflichtspiel im Jahr 2026 dann aber alles andere als erhofft. Die 0:3-Niederlage spielte durchaus auch in dieser Klarheit den Spielverlauf wieder und ging fraglos in Ordnung.

„Wir haben heute nicht ansatzweise verdient gehabt, einen Punkt mitzunehmen“, lautete auf der Vereinshomepage das Fazit von Trainer Heiner Backhaus, der sich einerseits „für die heutige Leistung nur entschuldigen“ wollte, sich andererseits aber auch ein Stück weit vor die Mannschaft stellte: „Trotzdem werde ich dem Team nichts absprechen, da das eine einmalige Leistung war und wir diese Niederlage vielleicht auch in der Höhe gebraucht haben.“

Alidou und Bakhat noch keine Hilfe

Eine Reaktion ist schon kommende Woche bei der SpVgg Greuther Fürth nötig, wo eine weitere Niederlage allerdings auch den Sturz unter den Strich bedeuten könnte. Mit Blick auf die nächste Aufgabe äußerte auch Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann die Hoffnung, dass die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist: „Möglicherweise hilft uns dieser frühe Weckruf, um uns wieder ein wenig zu erden. Jetzt geht es drum, dass wir unsere Sinne schärfen und gegen Fürth ganz anders auftreten.“

Nicht ausgeschlossen, dass Coach Backhaus vor der Reise ins Frankenland noch weitere Verstärkungen zusätzlich zu den ersten beiden Winterzugängen erhält. Der wenige Tage nach seiner Ausleihe vom 1. FC Kaiserslautern direkt von Beginn an aufgebotene, aber nach 45 Minuten ausgwechselte Faride Alidou war gegen Magdeburg allerdings noch keine Hilfe, während Anas Bakhat in den letzten 25 Minuten nicht groß auf sich aufmerksam machen konnte.

Unter dem Eindruck der Partie am Freitagabend werden die Verantwortlichen um Geschäftsführer Benjamin Kessel kaum umhin kommen, die Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu forcieren. Der Druck nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Suche nach neuem Personal ist jedenfalls mit dem Jahresauftakt sicher nicht kleiner geworden.

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