Energie Cottbus: Poker mit dem 1. FC Nürnberg um Can Moustfa

Präsident Sebastian Lemke bestätigt Gespräche

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.26 | 07:19
© IMAGO / Jan Huebner

Regelmäßiger Joker in der Aufstiegssaison: Can Moustfa. © IMAGO / Jan Huebner

Nachdem die Saison mit der 1:2-Niederlage im Landespokalfinale gegen den VfB Krieschow nicht ganz wie erhofft zu Ende gegangen ist, hat der FC Energie Cottbus den Start in die neue Woche gleich dafür genutzt, um mit Christian Kinsombi den ersten Neuzugang für die neue Spielzeit zu präsentieren.

Der 26 Jahre alte Offensivmann kommt ablösefrei von Hansa Rostock in die Lausitz und soll bei der Mission Klassenerhalt in der 2. Bundesliga seine dort bereits in 68 Spielen (neun Tore, fünf Vorlagen) gesammelte Erfahrung einbringen.

„Er ist schnell und flexibel einsetzbar, kann in der Zentrale oder über die Außenbahn, aber auch ganz vorne im Angriff zum Einsatz kommen. Zudem verfügt er über Erfahrung aus der 2. Bundesliga. Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf hohem Niveau spielen kann. Genau das wünschen wir uns von ihm in unserer Mannschaft in der neuen Saison“, freute sich Trainer Claus-Dieter Wollitz auf der Vereinshomepage über die Unterschrift Kinsombis.

Während Kinsombi eine neue Alternative für die Offensive darstellt, könnte sich der Joker der Aufstiegssaison verabschieden. Can Moustfa, der bei seinen 27 Einsätzen in der abgelaufenen Drittliga-Spielzeit 26 Mal von der Bank kam und immerhin zwei Treffer sowie einen Assist verbuchen konnte, wird vom 1. FC Nürnberg umworbenen.

Beide Seiten noch weit auseinander

„Wir wissen vom Interesse des 1. FC Nürnberg an Can Moustfa und befinden uns dazu auch in Gesprächen“, bestätigte Präsident Sebastian Lemke gegenüber der Lausitzer Rundschau Bemühungen des künftigen Ligarivalen um den 21-jährigen.

Schnell über die Bühne gehen wird ein Wechsel des in Bonn geborenen Deutsch-Syrers indes wohl nicht: „Allerdings gibt es da bei Weitem noch keine Einigung, weil für einen Transfer auch eine Ablöse fließen müsste“, so Lemke weiter, der deutlich machte, den schnellen Offensivspieler trotz eines 2027 auslaufenden Vertrages nicht für kleines Geld abgeben zu wollen: „Can hat bei uns ein gutes erstes Jahr im Profi-Fußball gespielt und wir wissen um seinen Marktwert.“

Wie der Poker zu Ende geht, ist momentan offen. Ein drohender Abgang zum Nulltarif in einem Jahr beschert dem FC Energie allerdings nicht die beste Verhandlungsposition.

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