FC St. Pauli: Lasse Sobiech denkt an Rückkehr

Innenverteidiger beim 1. FC Köln wohl ohne große Perspektive

Lasse Sobiech

Kann sich eine Zukunft am Millerntor vorstellen: Lasse Sobiech. © imago images / Eibner

In der Hoffnung, in schon etwas höherem Fußballalter noch einmal Bundesliga spielen zu können, entschied sich Lasse Sobiech im Frühjahr 2018 frühzeitig, den FC St. Pauli mit Ablauf seines Vertrages ablösefrei in Richtung 1. FC Köln zu verlassen. Mit den Geißböcken gelang Sobiech dann auch direkt der Aufstieg ins Oberhaus, doch aus persönlicher Sicht lief es für den Innenverteidiger nicht wirklich nach Plan.

Nur in 17 Spielen kam Sobiech im Kölner Aufstiegsjahr zum Zug und stand dabei lediglich neunmal in der Startelf. In der Bundesliga reichte es für den 29-Jährigen dann nur zu einer einzigen Partie, die im Dezember beim 1. FC Union Berlin mit 0:2 verloren wurde und die letzte vor dem anschließend einsetzenden Aufschwung war. Letzterer freilich fand wieder ohne Sobiech statt, der sich mangels Einsatzchancen beim FC im Winter für eine Ausleihe zum belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron entschied.

In Mouscron avancierte Sobiech zur Stammkraft, doch nach sechs Einsätzen wurde die Spielzeit in Belgien aufgrund der Corona-Krise nun vorzeitig abgebrochen. Bis Ende Juni hängt der 1,96 Meter große Abwehrspieler nun mehr oder weniger in der Luft. Ob die Vereine in Belgien weiter trainieren, ist momentan offen. Eine vorzeitige Rückkehr nach Köln wäre derweil mit einer Ausnahmegenehmigung zwar möglich, doch ob es Überlegungen in diese Richtung gibt, ist unklar.

Offenbar schon im Winter Gespräche

Recht sicher scheint derweil, dass Sobiech in Köln trotz eines bis 2022 laufenden Vertrages keine echte Perspektive mehr hat. Und da Sobiech nicht wieder für längere Zeit auf der Bank oder der Tribüne wird Platz nehmen wollen, dürfte ein erneuter Wechsel im Sommer auf die Agenda rücken. Möglich, dass dann auch der FC St. Pauli wieder ins Spiel kommt. Laut der „Hamburger Morgenpost“ (Ausgabe vom 06.04.2020) soll es zwischen Sobiech und den Kiezkickern bereits im Winter lose Gespräche über eine Rückkehr gegeben haben.

Zu St. Pauli würde ich immer zurückkehren. (Lasse Sobiech)

Und Sobiech selbst macht nun in der „Morgenpost“ keinen Hehl daraus, sich ein Comeback auf St. Pauli vorstellen zu können: „Hamburg ist meine zweite Heimat geworden. Zu St. Pauli würde ich immer zurückkehren, wenn der Verein mich will und braucht.“

Weil mit James Lawrence und Leo Östigard zwei Innenverteidiger nur bis Ende Juni ausgeliehen sind, könnte auf St. Pauli im Abwehrzentrum auch Bedarf entstehen, der im Winter nur bedingt vorhanden war. Der 1. FC Köln würde Sobiech unterdessen vermutlich keine größeren Steine in den Weg legen. Die Voraussetzungen dafür, Sobiech wieder im braun-weißen Trikot zu sehen, scheinen damit alles in allem durchaus gegeben. Kurzfristig dürfte in dieser Personalie allerdings nichts passieren, kann St. Pauli doch wie alle Profi-Klubs im Moment weder zeitlich noch wirtschaftlich konkret planen.

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