Fortuna Düsseldorf: „Endspiel“ für Frank Kramer gegen Duisburg – Jos Luhukay hat kein Interesse

Noch während der o:4-Niederlage von Fortuna Düsseldorf am Montagabend beim FC St. Pauli kochten die Spekulationen um einen bevorstehenden Trainerwechsel bei den Rheinländern hoch. Inzwischen ist aber klar, dass Frank Kramer auch nach der Länderspielpause im brisanten Kellerduell gegen den MSV Duisburg auf der Bank sitzen wird.

Der Druck auf Kramer ist dann allerdings enorm, denn auch wenn es keiner der Düsseldorfer Verantwortlichen so klar aussprechen wollte, rettet Kramer gegen das Schlusslicht der Tabelle nur noch ein Sieg. Sportdirektor Rachid Azzouzi ließ auf bild.de jedenfalls durchblicken, dass die anstehende Begegnung enorme Bedeutung hat: „Ich halte nichts von einer Trainerdiskussion nach jedem Spiel. Wobei die Partie gegen Duisburg sehr wichtig ist …“

Fortunas kommissarischer Vorstandsvorsitzender Paul Jäger sieht auf Der Westen zwar in erster Linie die Mannschaft in der Pflicht, deutete im Rückblick auf St. Pauli aber zugleich an, dass das Schicksal des Trainers von deren Leistung abhänge: „Eine solche Leistung ist unseren Fans nicht mehr zuzumuten. Ich höre und lese immer, dass die Mannschaft den Trainer sehr schätzt, dann soll sie das bitteschön auch auf dem Platz zeigen!“

Gerüchte um Luhukay und Funkel

Nach Einschätzung der Rheinischen Post setzen die Düsseldorfer Verantwortlichen indes vor allem auch aus Mangel an Alternativen vorerst weiter auf Kramer. Denn der intern wohl diskutierte Jos Luhukay, der seit seiner Entlassung bei Hertha BSC Anfang des Jahres ohne Job ist, hat offenbar bereits abgewunken. Und beim in Neuss geborenen Friedhelm Funkel, der auch hin und wieder gehandelt wird, hat man offenbar Zweifel daran, ob der 61-Jährige auch längerfristig der Richtige wäre.