Fortuna Düsseldorf: Markus Anfang vor dem Aus?
Sven Mislintat kündigt "ergebnisoffene Gespräche" an
Erst seit Anfang Oktober bei der Fortuna: Markus Anfang. © IMAGO / pepphoto
Anstatt den erhofften Befreiungsschlag gegen einen direkten Konkurrenten zu landen, hat Fortuna Düsseldorf am Freitagabend im eigenen Stadion gegen Holstein Kiel die vierte Niederlage in Serie kassiert. Bei noch fünf ausstehenden Spielen liegen die Rheinländer somit weiter nur zwei Punkte sowohl vor dem Relegations- als auch dem ersten direkten Abstiegsplatz, wobei dieser kleine Vorsprung bis Sonntagabend noch weiter schmelzen könnte.
Gegen Kiel war der Fortuna das Bemühen nicht abzusprechen, doch fehlten letztlich gegen einen effektiveren Gegner die Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Dass sich das Lazarett mit gleich drei verletzungsbedingten Auswechslungen von Christian Rasmussen, Luca Raimund und Florent Muslija während der 90 Minuten weiter füllte, machte den nächsten gebrauchten Tag komplett – insbesondere, weil es den potentiellen Unterschiedsspieler Muslija mutmaßlich schlimmer erwischt hat und sogar das vorzeitige Saison-Aus droht.
Nachdem schon die Woche über von einem Endspiel für Markus Anfang die Rede war, rückte nach Spielschluss wenig überraschend die Trainerpersonalie direkt wieder in den Vordergrund. Während sich der erst Anfang Oktober angetretene Anfang kämpferisch zeigte, wollte sich Sven Mislintat in seinen Statements in keine Richtung festlegen.
Mislintat lobt Anfang und will nichts überstürzen
„Es ist nicht klar, ob Markus in der kommenden Woche auf jeden Fall auf der Bank sitzen wird. Wenn man vier Mal in Folge verliert, muss man jeden Stein umdrehen“, ließ der von der Rheinischen Post zitierte Sportvorstand die Zukunft des Trainers offen und zugleich durchblicken, in Anfang alles andere als den Alleinverantwortlichen für die Negativentwicklung zu sehen: „Jeder weiß, dass ich Markus’ Arbeit sehr schätze. Und es ist auch so, dass er sehr wenig dafür kann, was uns gerade passiert.“
Weil letztlich das Wohl des Vereins über allem steht, will Mislintat inklusive einer möglichen Trennung von Anfang alle Optionen durchspielen, um dann die beste Entscheidung zu treffen: „Es gehört zu unserer Sorgfaltspflicht, dass wir jetzt über die Zukunft von Markus sprechen – übrigens ergebnisoffen. Es ist also nicht so, dass ich meine oder unsere Entscheidung schon kennen würde“, so der 53-Jährige, der dabei nichts überstürzen will: „Wichtig ist, nichts aus den Emotionen und der Thematik des Spiels heraus zu entscheiden. Vielleicht gibt es auch Dinge, die wir aktuell noch komplett übersehen.“
Ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wäre dabei sicherlich auch eine Frage der Alternativen. Ob sich ein möglicher Retter wie der im Umfeld immer wieder genannte Friedhelm Funkel auf eine Kurzzeitmission einließe, ist wie Anfangs Zukunft offen.
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