Greuther Fürth: Auf der Suche nach neuem Potential

Wird Jordy Gaspar der dritte Sommerneuzugang?

Rachid Azzouzi von Greuther Fürth

Hält Ausschau nach Talenten: Rachid Azzouzi. © imago images / Nordphoto

Obwohl in den vergangenen Transferperioden etwa mit Mergim Mavraj, Havard Nielsen oder Branimir Hrgota auch einige gestandene Profis an den Ronhof gelotst wurden, versteht sich Greuther Fürth unverändert als Ausbildungsklub – vermutlich nach der Corona-Krise, in der auch dem Kleeblatt Einnahmen nicht nur, aber vor allem aus dem Ticketverkauf fehlen, sogar noch ein Stück mehr.

Dazu passen die beiden ersten Neuzugänge für die nächste Saison, die jeweils 21 Jahre alt sind. Vom VfL Wolfsburg II wechselt Mittelfeldspieler Anton Stach nach Fürth und bereits in der Winterpause wurde die Verpflichtung von Sturmtalent Dickson Abiama vom SC Eltersdorf zum 1. Juli perfekt gemacht. Dass der nigerianische Angreifer wegen der Aussetzung des Spielbetriebs in allen bayerischen Amateurligen nach 17 Toren in 21 Spielen bis Weihnachten in der Bayernliga Nord definitiv ohne Spielpraxis zur SpVgg kommt, hatte man sich in Fürth freilich anders vorgestellt. Abiama dürfte indes nicht der einzige Akteur mit einem Problem dieser Art sein.

Aktuell nur ein Rechtsverteidiger über 30. Juni hinaus unter Vertrag

Unterdessen halten Geschäftsführer Rachid Azzouzi und Trainer Stefan Leitl, die maßgeblich für die Kaderzusammenstellung verantwortlich sind, Ausschau nach weiteren Spielern mit Entwicklungspotential, die idealerweise ablösefrei zu haben sind. In diese Kategorie passt Rechtsverteidiger Jordy Gaspar, dessen Vertrag beim AS Monaco endet. Der 23-Jährige absolvierte 2016/17 zwei Partien in der Ligue 1 für Olympique Lyon, konnte sich nach seinem Wechsel 2017 in Monaco aber nicht durchsetzen.

Zunächst noch zu Cercle Brügge verliehen, wo es 2017/18 in der zweiten belgischen Liga immerhin zu 16 Einsätzen, allerdings nicht zum Stammplatz reichte, gehört Gaspar seit seiner Rückkehr 2018 nur noch dem B-Kader Monacos an.

Allerdings wohl nicht mehr lange, steht mit Vertragsende am 30. Juni doch der Abschied an. Möglicherweise in Richtung Fürth. Zumindest berichtet der für die französische L’Equipe tätige Sportjournalist Bilel Ghazi auf Twitter, dass die SpVgg wie schon in der Winterpause erneut Interesse an Gaspar haben soll. Damals wechselte Felix Beijmo auf Leihbasis von Werder Bremen an den Ronhof, wo der Schwede aber wohl keine Perspektive hat.

Aktuell hat Fürth mit Marco Meyerhöfer, ohne dessen längere Zwangspause Beijmo mutmaßlich gar nicht verpflichtet worden wäre, für die kommende Saison nur einen rechten Verteidiger unter Vertrag. Bei Maximilian Sauer existiert eine Verlängerungsoption, von der bisher aber nicht Gebrauch gemacht wurde. Da Gaspar auch links verteidigen kann, wo die Zukunft von Maximilian Wittek offen ist, scheint aber auch denkbar, dass der Franzose unabhängig von der Personalie Sauer ein Thema ist.