Greuther Fürth: Kompletter Neustart in der 3. Liga?

Im Abstiegsfall sind zahlreiche Abgänge wahrscheinlich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 16.05.26 | 08:27
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Noch hofft Trainer Heiko Vogel auf die Last-Minute-Rettung. © IMAGO / Zink

Vor dem Saisonfinale gegen Fortuna Düsseldorf lebt die Hoffnung bei der SpVgg Greuther Fürth zwar noch, sich zumindest in die Relegation retten zu können, doch die Ausgangslage könnte besser sein. Schließlich benötigt das Kleeblatt schon einen Sieg mit drei Treffern Differenz gegen zuletzt verbesserte Rheinländer, um es ohne Schützenhilfe auf Platz 16 zu schaffen – und die Leistungen der letzten Wochen lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass ein entsprechend deutlicher Erfolg eingefahren werden kann.

Weitaus wahrscheinlicher als die Last-Minute-Rettung ist aktuell der erstmalige Sturz in die Drittklassigkeit nach 29 Jahren, in denen die SpVgg von zwei Bundesliga-Ausreißern abgesehen immer in Liga zwei gespielt hat.

Ein Abstieg in die 3. Liga wäre in vielerlei Hinsicht ein enormer Einschnitt. Allen voran die deutlich geringeren TV-Gelder, aber auch geringere Zuschauer- und Sponsoring-Einnahmen würden den Etat drastisch verringern. Auswirkungen auf den Kader blieben nicht aus, der indes sowieso einen völlig neuen Anstrich erhalten würde.

Neustart mit wenigen Routiniers und vielen Talenten?

Eine unter der Woche kursierende Meldung, laut der keiner 32 Profis aus dem aktuellen Aufgebot einen Vertrag für die 3. Liga besitzt, hat sich zwar bislang nicht bestätigt, doch es ist davon auszugehen, dass tatsächlich nur wenige Spieler am Ronhof bleiben und den Gang in die Drittklassigkeit mitantreten würden.

Möglich, dass um wenige Routiniers wie Felix Klaus und Dennis Srbeny eine neue Mannschaft aufgebaut wird, der auch Talente wie Silas Prüfrock, Lukas Reich, David Abrangao oder Noah König angehören könnten.

Dass für den Neuaufbau noch Stephan Fürstner zuständig wäre, ist mehr als fraglich, steht der Sportdirektor doch wie Kaderplaner Ronny Philp und Geschäftsführer Holger Schwiewagner mächtig in der Kritik. Weil auch unklar ist, ob Trainer Heiko Vogel im Abstiegsfall bleiben würde, wären ohne Teilnahme an der Relegation schon in den nächsten Tagen schnelle Entscheidungen gefragt, erst einmal aber noch gar nicht den Spielerkader betreffend.

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