SpVgg Greuther Fürth: Ohne Stephan Fürstner in die Zukunft?

Sportliche Leitung stark in der Kritik

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.26 | 06:58
© IMAGO / Zink

In der Verantwortung – und in der Kritik: Stephan Fürstner. © IMAGO / Zink

Noch ist für die SpVgg Greuther Fürth sogar der direkte Klassenerhalt drin, doch aus eigener Kraft können die Franken am letzten Spieltag nur noch den Relegationsplatz erreichen und müssen dafür das direkte Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit mindestens drei Toren Differenz gewinnen. Keine völlig unlösbare Aufgabe, nach nur einem Sieg und fünf Punkten aus den letzten sieben Spielen allerdings auch kein sonderlich realistisches Szenario.

Wahrscheinlicher als eine Last-Minute-Rettung ist nach 29 Jahren mindestens in der 2. Bundesliga der Sturz in die Drittklassigkeit, der in vielerlei Hinsicht Folgen hätte, insbesondere durch die in der 3. Liga deutlich geringeren Fernsehgelder enorme finanzielle Einschnitte nach sich ziehen würde.

Konsequenzen wären auch auf der Ebene der sportlichen Leitung zu erwarten. Dass Heiko Vogel nach einem Abstieg auch in der 3. Liga auf der Trainerbank Platz nehmen würde, gilt als wenig wahrscheinlich, wenngleich der erst Anfang Dezember angetretene Fußball-Lehrer sicherlich nicht die Hauptverantwortung zu schultern hätte. Diese liegt vielmehr bei den Verantwortlichen für die Kaderzusammenstellung, bei Sportdirektor Stephan Fürstner und Kaderplaner Ronny Philp.

Kommt ein neuer Sport-Geschäftsführer?

Nicht nur nach Einschätzung der Bild dürfte es für Fürstner und Philp in Fürth im Abstiegsfall nicht weitergehen. Und auch bei Klassenerhalt wäre die Zukunft des Duos wohl mehr als fraglich. Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der ebenfalls seinen Anteil an der Misere hat, würde hingegen wohl bleiben, aber vermutlich an Einfluss im sportlichen Bereich verlieren. So soll der Aufsichtsrat planen, eineinhalb Jahre nach dem Aus von Rachid Azzouzi im Herbst 2024 wieder einen Geschäftsführer Sport zu installieren.

Sicher ist, dass unabhängig vom Ausgang der Saison und einer möglichen Relegation nicht allzu viel Zeit bleibt. Schon jetzt haben viele Vereine mit ähnlichen Voraussetzungen einen Planungsvorsprung, der die SpVgg im Werben um begehrte Akteure wie Berkan Taz vom SC Verl, mit dem es laut Reviersport ein Treffen gegeben haben soll, ins Hintertreffen geraten lässt.

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