Greuther Fürth: Die vergangene Saison als Warnung

Auf einen guten Start folgte ein langes Tief

Stefan Leitl

Stefan Leitl war vergangene Saison noch nicht im Amt, weiß aber um den letztjährigen Absturz. © imago images / Eibner Europa

Mit dem 2:1-Sieg am Freitagabend gegen den SV Wehen Wiesbaden hat Greuther Fürth einen guten Saisonstart ausgebaut. Elf Punkte hat das Kleeblatt nun schon auf dem Konto und ist seit dem durchaus unglücklichen 0:2 am ersten Spieltag gegen Erzgebirge Aue ungeschlagen.

Nachdem der SpVgg vielfach ein nicht einfaches Jahr prophezeit worden war, liegt die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl aktuell auf dem vierten Platz und weist bereits sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone auf. Ein sorgenfreies Spieljahr scheint möglich, doch zum derzeitigen Zeitpunkt tut man in Fürth gut daran, die Dinge richtig einzuordnen und sich zu verdeutlichen, dass noch 28 Spieltage ausstehen.

Aus gutem Grund, denn vor einem Jahr wies die SpVgg eine nahezu identische Bilanz auf. Wie heute waren es elf Punkte aus den ersten sechs Spielen und statt den aktuellen 9:7-Toren standen 11:7-Treffer zu Buche. Im Herbst 2018 ging es sogar noch besser weiter, grüßte Fürth doch nach zehn Runden mit 19 Zählern sogar vom zweiten Tabellenplatz.

Besser aufgestellt als 2018/19

Dann aber geriet das Kleeblatt völlig aus der Spur und holte aus den folgenden zehn Begegnungen nur noch fünf Punkte. Trainer Damir Buric musste gehen und Stefan Leitl übernahm das Kommando. Mit dem neuen Coach stabilisierte sich die SpVgg einigermaßen und schaffte mit 18 Punkten aus den letzten 14 Spielen weitgehend souverän den Klassenerhalt.

Leitl weiß nun natürlich um die Geschehnisse vor seinem Amtsantritt und wird alles daran setzen, einen neuerlichen Absturz zu vermeiden. Die Chancen in dieser Hinsicht scheinen durchaus intakt, ist der Fürther Kader doch heute qualitativ wie quantitativ besser aufgestellt.

Wie gegen Wiesbaden entscheidend von der Bank nachlegen zu können, war vergangene Saison nur bedingt möglich und zu viel von Torjäger Daniel Keita-Ruel abhängig, neben dem nun weitere torgefährliche Akteure wie die Neuzugänge Havard Nielsen und Branimir Hrgota oder der formstarke Julian Green dafür sorgen, dass die SpVgg weniger leicht auszurechnen ist.

Hinzu kommt, dass mit Marco Caligiuri und Mergim Mavraj eine erfahrene Innenverteidigung für Rückhalt sorgt, wohingegen 2018/19 im Abwehrzentrum auch verletzungsbedingt immer wieder umgebaut werden musste. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall vorhanden, um dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte bleiben zu können. Den Nachweis dafür gilt es freilich noch zu liefern.

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