Greuther Fürth: Die zweite Reihe sitzt

Jamie Leweling und Dickson Abiama setzen Duftmarken

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 12.12.2020 | 07:45
Stefan Leitl

Stefan Leitl änderte seine Startelf erstmals nach sechs Partien wieder. © imago images / Zink

Die bittere 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim vor einer Woche hat Greuther Fürth augenscheinlich nicht vom eingeschlagenen Erfolgsweg abgebracht. Mit dem 3:0-Sieg beim SV Sandhausen zeigte das Kleeblatt am gestrigen Freitag eine starke Reaktion und übernahm zumindest für eine Nacht wieder die Tabellenführung.

Trainer Stefan Leitl entschied sich vor der Partie dafür, seine zuvor sechs Mal in Folge unveränderte Startelf gleich auf drei Positionen umzubauen. Während der angeschlagene Kapitän Branimir Hrgota, der für den Notfall bereit gestanden hätte, dank der sicheren Führung aber 90 Minuten pausieren konnte, im Angriff durch Jamie Leweling ersetzt wurde, rückten auch Anton Stach im defensiven Mittelfeld und Maximilian Bauer in der Abwehr neu ins Team.

Anton Stach mit ordentlicher Startelfpremiere

Leitl formierte ohne die Mittelfeldspieler Hans Nunoo Sarpei und Sebastian Ernst erstmals seit dem dritten Spieltag wieder eine Dreierkette, die mit Bauer an der Seite von Mergim Mavraj und Paul Jaeckel zunächst wenig zuließ und dann auch nach der Pause gegen verbesserte Gastgeber dicht hielt. Stach lieferte derweil vor der Abwehr ein ordentliches Startelfdebüt ab, während Leweling bei seinem erst zweiten Einsatz von Anfang an in dieser Saison das zwischenzeitliche 2:0 markierte.

Weil kurz vor dem Ende auch noch der eingewechselte Dickson Abiama sein erstes Zweitliga-Tor zum 3:0-Endstand erzielte, bleibt als Fazit der Begegnung in Sandhausen, dass bei der SpVgg auch die zweite Reihe sitzt und dazu in der Lage ist, Akzente zu setzen.

Am Dienstag im Heimspiel gegen Darmstadt 98 dürfte ein fitter Hrgota aber dennoch in die erste Elf zurückkehren, in der auch Ernst und Sarpei stehen dürften, die in Sandhausen auch deshalb 68 Minuten lang draußen blieben, weil Coach Leitl frische Spieler bringen wollte. In diese Kategorie fallen nun am Dienstag aber nach ihren kurzen Schicht im Hardtwaldstadion die beiden ansonsten gesetzten Mittelfeldakteure.