Greuther Fürth: Durchlässige Defensive der Knackpunkt

SpVgg besonders anfällig nach der Pause

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 30.09.2019 | 12:45
Sascha Burchert und Marco Caligiuri enttäuscht

Enttäuschung herrschte am gestrigen Sonntag in Fürth. ©Imago images/Zink

Ernüchterung machte sich am gestrigen Sonntag am Ronhof breit. Die SpVgg Greuther Fürth verließ nach dem 0:3 gegen Holstein Kiel unter den Unmutsbekundungen der Fans das Spielfeld als verdienter Verlierer, Trainer Stefan Leitl machte auf der anschließenden Pressekonferenz gar keine Anstalten, die Niederlage schön zu reden.

Kein Spieler habe Normalform gezeigt, so Leitl, der sagte, so werde es „schwer in der zweiten Liga zu bestehen“. In der Tat zeigte sich die SpVgg vor allem in Halbzeit eins ohne Zug zum Tor und mit verhängnisvollen Aussetzern im Spielaufbau.

Langfristiger Trend

So musste Keeper Sascha Burchert nach 27 Minuten das erste Mal hinter sich greifen. Dieses Gefühl ist dem Torhüter nicht unbekannt: Einzig beim 1:0-Sieg gegen Regensburg kassierte Fürth in dieser Saison keinen Gegentreffer. Saisonübergreifend musste die SpVgg sogar in 15 der letzten 16 Ligaspiele immer mindestens ein Gegentor hinnehmen.

Dass gegen Kiel der zweite Gegentreffer kurz nach der Halbzeitpause fiel, passt ebenso ins Bild: Drei Gegentore kassierte Fürth in dieser Saison zwischen der 45. und der 60. Minute, bei keinem einzigen erzielten Treffer in diesem Zeitraum.

Hellwach gegen den HSV?

Im kommenden Spiel gegen den HSV liegt der Schlüssel zum Sieg in einer konzentrierten Leistung in der Defensive – bedenkt man, dass die Rothosen in dieser Saison viermal zur Pause in Front lagen und alle diese Partien gewannen, während Fürth dreimal nach den ersten 45 Minuten zurücklag und alle Spiele verlor.

Bei aller Kritik aufgrund der mauen Leistung gegen Kiel sollte Fürth allerdings jetzt nicht in Aktionismus verfallen – denn die SpVgg zeigte in dieser Saison weitaus bessere Auftritte und überzeugte bereits bei den ambitionierten Teams aus Hannover und Stuttgart.

Um aus Hamburg etwas Zählbares mitzunehmen, muss die Offensive allerdings wieder zu ihrer Form finden. Zwei Spiele ohne eigenen Treffer hintereinander gab es in Fürth unter Leitl erst einmal, am 23. und 24. Spieltag der Vorsaison: Damals folgte ein 2:0-Auswärtssieg.

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