Greuther Fürth: Heiß umkämpftes Mittelfeld

Sechs Kandidaten für nur drei Plätze

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 02.09.20 | 09:17
Julian Green

In der Vorbereitung sehr torgefährlich: Julian Green. © imago images / Schreyer

Dem bemerkenswerten 2:0-Sieg am vergangenen Donnerstag gegen Borussia Mönchengladbach hat Greuther Fürth am gestrigen Dienstag den nächsten Testspielerfolg eingefahren, der mit Blick auf den Pflichtspielstart in zehn Tagen im DFB-Pokal gegen den RSV Meinerzhagen zuversichtlich stimmt. Gegen Ligarivale Jahn Regensburg setzte sich das Kleeblatt unter Ausschluss der Öffentlichkeit klar mit 3:0 durch und unterstrich damit eine gute Frühform.

Neben Dickson Abiama und Havard Nielsen trug sich auch wieder der schon gegen Gladbach mit einem Doppelpack zum Matchwinner avancierte Julian Green in die Torschützenliste ein. Der 25-Jährige sammelte damit weitere Argumente in eigener Sache, die im Kampf um die Stammplätze im zentralen Mittelfeld aber auch nötig sind. Denn für Trainer Stefan Leitl, der gegen Regensburg erneut komplett durchwechselte und dabei auch allen 22 Feldspielern Spielpraxis gab, zeichnet sich in der Zentrale die Qual der Wahl ab.

Doppelsechs oder nur ein Sechser?

Da Leitl auf eine Viererkette sowie zwei offensive Flügelspieler und einen Mittelstürmer setzt, bleiben nur drei Plätze für sechs zentrale Mittelfeldspieler, die überwiegend wohl wieder in eine Doppelsechs und einen Zehner aufgeteilt werden. Aber auch die Variante mit einem tiefen Sechser und zwei Achtern davor ist denkbar.

Als Favorit auf die Zehner-Position muss nach den letzten Spielen Green gelten, mit Youngster Timothy Tillman als Herausforderer. Das übrige Quartett kommt dagegen eher für die Sechser-Position in Frage. An Paul Seguin dürfte dabei mit Blick auf die vergangene Saison, in der der 25-Jährige zum Führungsspieler avanciert ist, kaum ein Weg vorbeiführen. Daneben hat der gleichaltrige Sebastian Ernst, der auch in offensiverer Rolle eine Option wäre, mutmaßlich gute Chancen, mit Hans Nuno Sarpei und Neuzugang Anton Stach aber gleich zwei Konkurrenten im Nacken.

Entscheidet sich Leitl für nur einen Sechser, fiele die Entscheidung wohl zwischen Sarpei und Seguin, wobei letzterer auch daneben als Achter agieren könnte. Wenn die SpVgg eine Woche nach dem Pokalspiel, das nach Absprache mit dem Gegner in den Fürther Ronhof verlegt wurde, zum Zweitliga-Start an selber Stelle den VfL Osnabrück erwartet, ist die bewährte Variante mit Seguin und Ernst auf der Doppelsechs sowie Green davor aber im Moment die wahrscheinlichste Variante.