Greuther Fürth: Keine Alternative zur Viererkette?

Mergim Mavraj fehlt, Abdourahmane Barry wackelt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 03.10.20 | 08:08
Paul Jaeckel

Einer von nur zwei gesunden Innenverteidigern: Paul Jaeckel. © imago images / Schreyer

Mit zwei Punkten aus den ersten beiden Spielen hat Greuther Fürth einen soliden Saisonstart hingelegt, dem die Franken nun am Sonntag bei den Würzburger Kickers ihren ersten Dreier folgen lassen möchten. Im Vorfeld allerdings plagen Trainer Stefan Leitl einige Personalsorgen, insbesondere in der Defensive.

Während für Mittelfeldspieler Paul Seguin und Angreifer Harvard Nielsen, die beide angeschlagen sind, im Fall der Fälle Ersatz parat stünde, könnte die Personalsituation im Defensivbereich Leitl gar keine andere Wahl lassen als zur Viererkette zurückzukehren. Beim 1:1 am vergangenen Wochenende in Aue lief die SpVgg mit einer Dreierkette bestehend aus Mergim Mavraj, Paul Jaeckel und Maximilian Bauer auf, die allerdings schon früh gesprengt wurde.

Nach dem Ausscheiden von Mavraj mit einer Gehirnerschütterung änderte sich an der taktischen Grundordnung mit dem Einbau von Abdourahmane Barry indes nicht. Doch weil auch der französische Neuzugang eine Sprunggelenksverletzung erlitt, die hinter einen Einsatz in Würzburg ein Fragezeichen setzen, und Mavraj am Sonntag sicher ausfällt, sind nach jetzigem Stand mit Jaeckel und Bauer nur zwei Innenverteidiger uneingeschränkt fit.

Vergangene Saison immer mit Viererkette

Mit Mario Subaric trainierte unter der Woche zwar ein weiterer zentraler Abwehrspieler aus der U23 mit, doch den 20-Jährigen dürfte Coach Leitl kaum ohne Not ins kalte Wasser werfen. Ohnehin war die Entscheidung für eine Dreierkette in Aue eine Überraschung, agierte die SpVgg doch in der Saison 2019/20 durchweg mit einer Viererabwehrreihe.

Zu erwarten ist, dass Fürth in Würzburg in bewährter Defensivformation mit Bauer und Jaeckel als Zentrum einer Viererkette startet. Barry dürfte, sofern fit, wieder als erste Alternative auf der Bank Platz nehmen. Reicht es für den 20-Jährigen nicht, könnte Subaric wie schon im DFB-Pokal beim RSV Meinerzhagen (6:1 n.V.) wieder im Profi-Kader stehen.