Greuther Fürth: Marco Caligiuri will noch nicht aufhören

Vertragsgespräche haben für den Routinier aktuell aber keine Priorität

Marco Caligiuri

Mit fast 36 Jahren noch einer der zuverlässigsten Innenverteidiger der Liga: Marco Caligiuri. © imago images / Zink

Zu den insgesamt elf Spielern bei Greuther Fürth, deren Verträge am Ende der Saison auslaufen, zählt mit Marco Caligiuri auch der dienstälteste. Und anders als bei Maximilian Sauer, Maximilian Bauer, David Raum und Daniel Keita-Ruel besitzt die SpVgg keine vereinsseitige Option, das Arbeitspapier mit dem 2014 von Eintracht Braunschweig zurückgekehrten Defensivmann, der bereits von 2007 bis 2010 das Kleeblatt auf der Brust getragen hatte, zu verlängern.

Die Zeit ist noch nicht gekommen, die Schuhe an den Nagel zu hängen. (Marco Caligiuri)

Gegenüber den Fürther Nachrichten ließ Caligiuri nun aber durchblicken, seine Karriere noch nicht beenden zu wollen: „Die Zeit ist noch nicht gekommen, die Schuhe an den Nagel zu hängen“, so der Abwehrspieler, der wenige vor seinem 36. Geburtstag am 14. April mit Blick auf die globale Krise seine persönliches Zukunft in den Hintergrund rückt: „Aber es fühlt sich nicht richtig an, jetzt über den Vertrag zu sprechen. Ich bin da demütig genug, die Gesellschaft hat derzeit andere Probleme.“

Auch in fortgeschrittenem Alter auf hohem Niveau

Dass Fürth in den vier Spielen dieser Saison, die Caligiuri gesperrt bzw. verletzt verpasst hat, acht Gegentore kassiert hat (2,0 im Schnitt), in den übrigen 21 Begegnungen hingegen nur 25 (1,19 im Schnitt), ist vermutlich kein Zufall. Denn auch in fortgeschrittenem Fußballer-Alter und trotz naturgemäßen Tempodefiziten zählt Caligiuri mit seinem Stellungsspiel und seinen Qualitäten im Spielaufbau nach wie vor zu den besten Innenverteidigern der Liga.

Im Moment laufen zwar keine Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit, die aber mutmaßlich aufgenommen werden dürften, wenn sich die Situation entspannt. In einer Mannschaft mit vielen jungen Spielen dürfte Trainer Stefan Leitl auch in der nächsten Saison jedenfalls kaum ohne Weiteres auf einen seiner wenigen, erfahrenen Führungsspieler verzichten wollen.